Der Stiftungsrat und zwei promintente Fussballer (v.l.n.r.): Marc Paolucci, Germaine Edoa, Breel Embolo, Jeannette Paolucci, Manuel Akanji

Der Stiftungsrat und zwei promintente Fussballer (v.l.n.r.): Marc Paolucci, Germaine Edoa, Breel Embolo, Jeannette Paolucci, Manuel Akanji

Embolo steht für Fussball und Kinderhilfe

Seit 2015 gibt es die Embolo Foundation, die Kinderhilfe-Stiftung des Basler Fussballers Breel Embolo vom FC Schalke 04. Am 1. Mai steigt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Erlenhof in Reinach das dritte Integrationsturnier mit prominenten Coaches.

 

Breel Embolo ist in Kameruns Hauptstadt Yaoundé geboren. Schon als Kind kam er nach Basel und lancierte beim FC Nordstern, beim BSC Old Boys und beim FC Basel 1893 seine Fussballkarriere. Mittlerweile ist er Profi beim FC Schalke 04 in der deutschen Bundesliga und Schweizer Nationalspieler. Seine Wurzeln jedoch hat er nie vergessen. In der 2015 gegründeten Embolo Foundation engagiert er sich persönlich, mit seiner Familie und seinem engsten Um­feld für Kinderhilfsprojekte in seiner ­afrikanischen Heimat, aber auch in Peru. Unterstützt werden Schulen, Kinderheime, Waisenhäuser und Spitäler.

 

Breel Embolo beim Hilfseinsatz 2016 in Kamerun

Breel Embolo beim Hilfseinsatz 2016 in Kamerun

 

Breite Abstützung

Breel Embolo ist als Stiftungsratspräsident der Kopf der Organisation. Seine Mutter Germaine Edoa ist ebenfalls engagiert, da­zu bilden Jeannette Paolucci und ihr Sohn Marc den Stiftungsrat. Auf der Geschäftsstelle des Fussballverbandes Nordwestschweiz, deren Leiterin Jeannette Paolucci über viele Jahre bis zu ihrer Pensionierung war, machte Breel Embolo seine Ausbildung zum Bürofachmann. Jeannette Paolucci hat ihre Wurzeln in Peru, deshalb ist die Hilfsarbeit in Südamerika ein weiteres Standbein der Stiftung. Im vergangenen Jahr besuchte sie mit Germaine Edoa und Mitarbeiterin Angela ihr Heimatland und leistete bei verschiedenen Kindereinrichtungen Hilfe vor Ort.

 

Die prominenten Trainerinnen und Trainer beim Integrationsturnier am 1. Mai 2017

Die prominenten Trainerinnen und Trainer beim Integrationsturnier am 1. Mai 2017

 

Ein Pokal aus den Händen von Breel Embolo

Ein Pokal aus den Händen von Breel Embolo

 

Gemäss ihrer Stiftungsurkunde bezweckt die Embolo Foundation die Unterstützung wirtschaftlich, gesellschaftlich und sozial benachteiligter Kinder und Erwachsener weltweit, insbesondere in Peru und Kamerun sowie in der Schweiz; die Stiftung leistet einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen sowie der Bildung. Schwerpunkt der Arbeit in der Schweiz ist die Flüchtlingshilfe. Dazu arbeitet man eng mit dem Zentrum Erlenhof zusammen, wo am 1. Mai auch das Integrations-Fussballturnier (vgl. Box) stattfinden wird.
Die Stiftung möchte sich finanziell möglichst breit abstützen. Sie lebt von Spenden, von Sponsoren, den Freunden der Embolo Foundation, aber auch von den Einkünften aus Arbeitseinsätzen, zum Beispiel am Som­merturnier des Fussballverbandes Nordwestschweiz.

www.embolo-foundation.ch

Text: Daniel Schaub, Fotos: zVg Embolo Foundation / Uwe Zinke

 


«Etwas zurückgeben»

Kurzinterview mit Breel Embolo

 

Breel Embolo

Breel Embolo

 

Was hat Sie dazu bewogen, eine eigene Stiftung zu gründen?

Als Fussballer bin ich in einer sehr privilegierten Lage, das weiss ich. Da ist es selbstverständlich, dass man etwas zurückgeben möchte. Ich spüre, dass mit wenig Einsatz sehr viel bewegt werden kann und man lernt durch die Arbeit in der Stiftung alles mehr zu schätzen. Dazu bleibt man in Verbindung mit der Welt. Ich bin ja selbst in ­Kamerun geboren – und das Engagement bringt mich und meine Familie weiter. 

Wie stark arbeiten Sie persönlich in der Stiftung mit?

Natürlich beschäftige ich mich nicht tagtäglich mit der Arbeit der Stiftung, aber ich bin immer informiert über alle Aktivitäten und nehme auch an Sitzungen teil. Ich weiss stets Bescheid und geniesse es, wenn die treuen Helfer wieder etwas Schönes auf die Beine stellen. Persönlich bin ich jeweils am 1. Mai beim Integrationsturnier auf dem Erlenhof dabei. Geplant war letztes Jahr auch ein Besuch bei einem Hilfsprojekt in Kamerun, aber das musste verschoben werden.
Wie wichtig ist es, dass in der Stiftung Leute aus Ihrem nächsten Umfeld arbeiten?
Es ist tatsächlich ein schöner Familienbetrieb. Meine Mutter ist ja ebenfalls im Stiftungsrat vertreten, dazu ist die Familie Paolucci, mit der ich sehr verbunden bin, stark engagiert. Wichtig ist, dass alle Beteiligten Spass an ihrer Arbeit haben, dass es für niemanden ein Muss ist und dass wir alles in ruhiger Atmosphäre bearbeiten können.