Universitätssport Basel –  der Liebling der Studentinnen und Studenten

Universitätssport Basel – der Liebling der Studentinnen und Studenten 

Er ist einer der grössten Breitensportanbieter in der Region und zugleich auch einer der beliebtesten, der Universitätssport Basel. Was im Jahre 1930 im kleinen Rahmen begann, entwickelte sich in knapp 90 Jahren zu einem umfassenden Sportangebot mit über 100 sportlichen Disziplinen für alle Angehörigen der Universität Basel.

 

Dienstagmorgen früh, 5.30 Uhr, Semesterbeginn. In etwa dreieinhalb Stunden öffnet die Semestereinschreibung für die verschiedenen Sportdisziplinen des Universitätssports und mehrere Dutzend Studierende versammeln sich bereits vor dem noch geschlossenen Universitätshauptgebäude am Petersgraben. Alle haben sie die Online-Einschreibung verpasst, wo mittlerweile 75% der Plätze vergeben werden, und warten nun bei Türöffnung darauf, eine der begehrten tiefen Ticketnummern zu ergattern, die es möglich macht, sich für die gewünschte Sportart in diesem Semester einzuschreiben. Denn die Plätze sind oft beschränkt und zugleich heiss begehrt; in absehbarer Zeit soll es nur noch Online-Einschreibungen geben, um das lästige Anstehen zu vermeiden. Ich glaube, dieses Szenario spricht Bände für die Beliebtheit des Universitätssports. Aus diesem Grund wurde im Jahre 2012 der Universitätssport Basel auch fest in den Statuten der Universität Basel verankert. Er ist ein fixer Teil der Universität und soll unterstützt werden, denn Sport trägt neben der Gesundheit auch zur Persönlichkeitsentwicklung bei.

 

Universitätssport Basel –  der Liebling der Studentinnen und Studenten

 

Der Anfang

Angefangen hat das Ganze im Jahre 1930 mit der Anstellung des schweizweit ersten Sportlehrers an der Universität Basel, der einigen wenigen Mitarbeitenden und Studierenden mittags jeweils ein kurzes Konditionstraining anbot. Heute ist die Situa­tion jedoch nicht mehr mit damals zu vergleichen. Von den rund 13000 Studierenden und 5000 Mitarbeitenden der Uni Basel besuchten im 2016 exakt 8591 Per­so­nen mindestens eine Sportlektion in einer Disziplin der zwölf verschiedenen Sport­be­reiche, wie z. B. dem Bergsport & Adventure, Spielsport oder Fitnesscenter. 
«Alle Angehörigen der Universität Basel erleben Sport und Bewegung in seiner Vielfalt, erkennen den Wert und empfinden Freude an der Ausübung. Der Universitätssport als umfassender Dienstleister ist dafür die erste Wahl.» Dies ist die Vision des Universitätssports Basel, bei der Bettina Herzig-Lyner, Leiterin des Universitätssports Basel, und ihr Team alles daransetzen, es in die Realität umzusetzen. Semester für Semester evaluieren sie ihr Angebot und die Zufriedenheit der Teilnehmenden. Es wird versucht, stetig die neusten sportlichen Trends zu integrieren, wie in den letzten Jah­ren z. B. Stand-Up-Paddling, Crossfit oder Forró (brasilianischer Tanz), und auch Rand­disziplinen anzubieten, die zwar nur von wenigen genutzt werden, jedoch das umfassende Angebot an Breitensport komplettieren. Die Angehörigen der Uni erhalten so die Chance, Sportarten zu entdecken, die sie vielleicht für den Rest ihres Lebens begleiten werden und die sie ohne den ­einfachen Zugang durch den Universitätssport wahrscheinlich nie ausprobiert hätten. Dass sich die Bemühungen des Uni­sport-Teams lohnen, zeichnet sich jeweils an der Zufriedenheit der Teilnehmenden ab. Über 93% geben die Zufriedenheit mit gut bis sehr gut an. 

 

Universitätssport Basel –  der Liebling der Studentinnen und Studenten

 

Zusätzlicher Austausch

Neben dem Ausgleich zum Lernalltag an der Uni, wo sich die Studierenden jeweils nur mit Leuten aus der eigenen Fakultät aufhalten, bietet der Universitätssport innerhalb der Universität so ziemlich die einzige Möglichkeit, sich auch mit Studierenden aus anderen Fakultäten auszutauschen oder den Dozenten einmal auf einer weniger professionellen Ebene zu begegnen. Der soziale Aspekt des Unisports Basel an der Universität selbst wird also ziemlich hoch gewertet. Stellen Sie sich vor, Sie kommen aus einer anderen Stadt nach Basel, um zu studieren, und kennen sozusagen niemanden. In den Vorlesungen sitzen teils mehrere Hundert Studierende, die sich sehr oft untereinander auch schon kennen. Alles läuft eher anonym ab. Durch das Angebot des Universitätssports bekommen Sie die Möglichkeit, in kleineren Gruppen und mit Leuten, die Ihre Interessen teilen, Sport zu betreiben und so in dieser lockeren Atmosphäre schnell in Kontakt zu kommen. So trifft man sich vielleicht auch einmal in der Freizeit. Man unternimmt etwas zusammen und es können daraus gute Freundschaften entstehen.

 

Text: Tiziano Bloch, Fotos: zVg