Restaurant Gartenstadt

«Gartenstadt»

Das Restaurant Gartenstadt ist ein Refugium an Gastlichkeit mit einer lebensfrohen Gastgeberin und einer ansprechenden Küche.

 

Die Gastgeberin Astrid Mock ist die Fröhlichkeit und Herzlichkeit in Person. Sie ist sympathisch und unkompliziert. Das kommt dem Gast zugute, der sich hier auf Anhieb wohl und gut aufgehoben fühlt. Mittags und abends wartet das Restaurant auf ­seine Gäste mit Appetit, durch den Tag der hauseigene Pavillon für den Morgenkaffee, für den Aperitif oder für den kleinen Hunger zwischendurch und an milden Tagen ist der Garten der Mittelpunkt in der «Gartenstadt». Die verspielte Küche von Yannick Ritschard und Robert Rosentreter macht Freude. Das BirsMagazin hat beim Austüfteln der Frühlingskarte (ab April) den ­Köchen in die Töpfe und Pfannen geschaut, hat von den Gerichten verkostet und war glücklich mit dem kurz angebratenen Radicchio Trevisano mit einem Surf- & Turf-Spiess (Meeresfrucht und Fleisch) und dem asiatisch marinierten Thunfischtatar. Der taufrische Frühlingssalat wird durch ein Wachtelei und eine Belperknolle bereichert, das Lammfilet wird von einem sämigen Kerbel-Risotto und das Lachsfilet von einem lauwarmen Kartoffel-Löwenzahnsalat begleitet. Nicht zu vergessen ist der Ganzjahres-Evergreen, das Cordon bleu, in dem sich neben Schinken, Zwiebeln und Tomaten ein würziger Jumi-Käse verbirgt. Und sonst? Vegetarier werden nicht mit ­einem schlappen Gemüseteller beleidigt, sondern (unter anderem) mit einer Frittata der besseren Art ernst genommen. Schleckmäuler lassen sich zum Schluss ihren Gaumen von Nussravioli mit gebrannter Creme oder mit einer Rhabarber-Prosecco-Suppe mit Erdbeersorbet verwöhnen. Die gute Weinauswahl zu fairem Preis ist geeignet für trinkfreudige Gäste, zumal die Tramhaltestelle direkt vor der Haustüre liegt.

 

Text: Martin Jenni, Foto: zVg