Foto: iStock.com

Fotos: iStock.com

Hilfe, meine Haut wird alt!

Plötzlich zeigen sich auf den Händen und im Gesicht viele neue Flecken, und die Haut an den Armen wird schrumpelig. Was ist los? Wird meine Haut alt? Was kann ich machen?

Die Haut ist unser Kommunikationsorgan mit der Umwelt, sie ist vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt: Sonne, Wind und Wetter. Die Hände und das Gesicht sind immer «draussen» und stehen in ständiger Wechselwirkung mit der Umwelt. Über die Jahre hinterlässt die Sonne Spuren auf der Haut. Das zeigt sich unter anderem in den sogenannten Altersflecken. Ich persönlich finde den Namen Altersflecken eigentlich falsch, er macht uns glauben, das Alter sei an den Flecken schuld. Dabei ist die Sonne schuld, die über die Jahre und Jahrzehnte die Haut bräunt.

Die Sonne dringt mit den UVA-, UVB- und UVC-Strahlen unterschiedlich tief in die Haut ein. Je nach Wellenlänge und Eindringtiefe schädigt die Sonne eher die oberflächlichen (UVB) oder eher die tiefen Hautschichten (UVA). Auf der Haut zeigt sich durch das UVA eine schnelle Bräunung. Die braune Haut ist gewissermassen der Sonnenschirm, den die Haut aufspannt, um sich vor der Besonnung zu schützen. UVB kann in den Zellen Sonnenschäden verursachen, was dann im Extremfall zu Hautkrebs führen kann. Wird die Haut immer wieder und wie­der gebräunt, wird sie fleckig, und es entstehen die sogenannten Altersflecken. Eine andere Reaktion der Haut auf die stetige «Überbesonnung» sind runde weisse Flecken an den Armen und Beinen. An diesen Stellen ist die Pigmentproduktion versiegt. Übermässige Sonnenbestrahlung kann auch Hautkrebs verursachen.

 

Fotos: iStock.com

Fotos: iStock.com

 

Es gibt Gegenmittel!

Was kann man gegen die Altersflecken tun? Erster und wichtigster Rat: konsequenter Sonnenschutz mit dem höchsten Sonnenschutzfaktor. Nur so wird die Haut vor Sonnenschäden geschützt. Im Weiteren kann die Überpigmentierung der Haut mit bleichenden Massnahmen behandelt werden. Unzählige Cremes sind auf dem Markt, die mehr oder weniger wirksam sind. Am besten hilft eine vom Arzt verschriebene Creme gegen Altersflecken, die über einen längeren Zeitraum aufgetragen werden muss. Wem das zu wenig schnell geht, der kann die Altersflecken direkt mit Laser behandeln lassen.

Die UV-Strahlung ist eigentlich für die Haut­alterung insgesamt verantwortlich. Die Bin­­degewebs-Bestandteile der Haut werden ge­schädigt, und die Regeneration kann nicht mehr vollständig erfolgen, was zu der soge­nannten Elastose der Haut führt. Die Haut zeigt dann viele Falten, grobe Poren und ein vergröbertes Relief. 

Raucher schaden ihrer Haut zusätzlich durch die Schadstoffe der Tabakprodukte, sie deaktivieren dieselben Regenerationsprozesse. Die Therapie hierzu ist ebenfalls in erster Linie ein konsequent angewendeter, hoher Sonnenschutz. Um die Regenerationsprozesse der Haut wieder zu aktivieren, sind Substanzen auf Vitamin A Säure-Basis oder Fruchtsäure in Form von Cremes oder Peel­ings nötig. Neuere Therapie-Methoden mit­tels tiefem chemischem Peeling oder ablativen, fraktionierten Laserverfahren wer­den ebenfalls erfolgreich angewandt. 

Also – wenn Ihrer Haut Ihr Alter nicht angesehen werden soll: Rauchen Sie nicht und schützen Sie sich täglich vor der Sonne mit Cremes oder Kleidung!

 

Text: Dr. med. Daniela Stauffer; Foto: Simone Fischer-Trefzer (Porträt)