Barbara Saladin. Foto Baselland Tourismus

Barbara Saladin. Foto Baselland Tourismus

222 x Überraschendes in der Nähe

Das Buch «111 Orte in Baselland, die man gesehen haben muss» lädt zu Entdeckungs­reisen vor der Haustür ein. Der erste Reiseführer über das Baselbiet überhaupt besticht nicht nur durch spannende Texte und schöne Fotos von unerwarteten Orten, sondern auch durch seine Fülle an weiteren Tipps. Wer jetzt noch glaubt, sich im Baselbiet langweilen zu müssen, ist selber schuld!

 

Wer in der Schweiz an Tourismusziele denkt, denkt sicher eher ans Berner Oberland, an Luzern oder ans Wallis statt ans Baselbiet: Unser Kanton liegt zwar an der Nord-Süd-Hauptverkehrsachse und darum quasi am Bauchnabel Europas, aber viele kennen ihn trotzdem kaum. Und sogar zahlreichen ­Einheimischen ist nicht bewusst, wie abwechslungsreich unser Kanton ist und wie viele kleine und grosse Orte sich hier verbergen, die eine Entdeckung mehr als wert sind. 
111 dieser «Orte, die man gesehen haben muss» hat die Thürner Autorin Barbara ­Saladin in einem Buch der gleichnamigen Reihe im Emons-Verlag (Köln) beschrieben, die weit über 200 Städte, Länder und Gebiete auf der ganzen Welt beschreibt. In der «Baselbieter Ausgabe» sind spannende Orte quer durch verschiedenste Bereiche vertreten: Kultur ebenso wie Natur und Freizeit, wie Archäologie und Kunst etc. Es sind 111 Orte zwischen Roggenburg und Anwil, zwischen dem Bölchen und dem Rhein: von der Kirchenorgel über das Salzbohrhaus bis zum romantischen Wasserfall, von der Burgruine über das skurrile Mu­seum bis zur Blindenführhundschule.

Mehr als ein Reisführer

Das Buch ist ein Reiseführer der besonderen Art – und der erste Reiseführer für den Kanton Baselland überhaupt. Es kam Ende März heraus und ist in den regionalen Buchhandlungen zu kaufen; seither ist es ein Bestseller.
Das Buch eignet sich sowohl für eingefleischte Baselbieter als auch für Neuzugezogene, die wissen wollen, was sie in ihrer neuen Umgebung alles entdecken können. Bei Heimwehbaselbietern dürften die «111 Orte in Baselland» den einen oder anderen sehnsüchtigen Gedanken hervorrufen, und nicht zuletzt sind auch Touristen gut versorgt, erfahren sie doch in dem Buch auch einiges an interessanten Hintergrundinformationen, Geschichten und Anekdoten rund ums Baselbiet, die helfen, Zusammenhänge, Land und Leute besser zu verstehen. Und es motiviert alle, einen Ort, den man bisher nur vom Hörensagen oder vom Vorbeifahren kannte, einmal richtig zu besuchen.
Auch wer denkt, alles schon zu kennen, wird noch einiges an Überraschungen lesen oder «Aha-Erlebnisse» erleben, wenn er das Wie und das Warum hinter einem Ort erfährt. Denn vieles liegt im Baselbiet zwar im Verborgenen, hätte aber eigentlich durchaus das Zeug zum Rekord. Dass die Ermitage in Arlesheim der grösste englische Landschaftsgarten der Schweiz ist, wissen beispielsweise, zumindest im Birseck, wohl zahlreiche Menschen. Aber war Ihnen auch bekannt, dass das grösste Flusskraftwerk der Schweiz in Birsfelden liegt? Dass es in Sissach das erste und einzige Henkermuseum der Schweiz gibt? Dass die weltweit einzige mit sauberem Sonnenstrom betriebene Sommer-Bobbahn in Langenbruck zu finden ist? Oder wussten Sie, dass die älteste Schweizerin eine Laufentalerin ist und wo sich ihre Höhle, in der sie vor 9000 Jahren lebte, befindet? 
Hätten Sie es je für möglich gehalten, dass man sich in Zeglingen einem Luftsturm aus dem Untergrund aussetzen kann oder dass Attila, der Hunnenkönig, zumindest der Sage nach, in Zunzgen begraben liegt?
Wer das Buch «111 Orte in Baselland, die man gesehen haben muss» zur Hand nimmt, ist nicht nur von Rekorden umgeben, sondern auch von vielen faszinierenden Fakten und Phänomenen. Man staunt, freut sich und macht sich auf, die interessanten Orte und die spannenden Geschichten dahinter selber zu besuchen und zu entdecken. Das Buch eignet sich hervorragend als Geschenk – auch für sich selbst. 
Baselland Tourismus hat das Projekt im Rahmen des Gasttaxen-Fonds mitgetragen. Als «touristisches Amuse-bouche» gab es deshalb die Möglichkeit, bei den Zusatztipps zu jedem der 111 Orte weitere Akzente zu setzen oder Geheimtipps zu verraten. Und so sind es genau genommen eigentlich 222 Orte, die es zu entdecken gilt.

www.baselland-tourismus.ch und www.facebook.com/BasellandTourismus

 

Text: Tobias Eggimann, Foto: Baselland Tourismus

 


Zwei Fragen an Barbara Saladin, Journalistin und Autorin, Thürnen

 

Wie kommt man überhaupt auf die Idee, ­einen Reiseführer nicht über ein entferntes Traumziel, sondern über den Heimatkanton zu schreiben?

Im Gespräch mit anderen Menschen ist mir immer wieder aufgefallen, wie wenig bekannt das Baselbiet ist, und das, obwohl es hier so viele schöne, faszinierende und einzigartige Orte gibt. Und so viele spannende Geschichten, die dahinter stecken! Da es bisher keinen Reiseführer über unseren Kan­­ton gab, wollte ich diese Lücke füllen, denn ich finde, Baselland wird total unterschätzt. Dass jenseits des Jurabogens kaum jemand weiss, was es hier alles zu ent­decken gibt, ist das eine. Das andere ist aber, dass auch
viele Einheimische wenig Ahnung davon haben. Sie jetten auf die andere Seite der Erde, kennen aber kaum ihre nähere Umgebung. Das ist doch irgendwie eigenartig. 

Wie haben Sie die 111 Orte des Buchs gefunden und ausgewählt?

Ich habe – neben dem, was ich selber schon kannte – alle Gemeindeverwaltungen im Baselbiet um Tipps gebeten und Ratschläge bei zahlreichen Leuten eingeholt, die sich im Kanton gut auskennen. Dann habe ich, auch gemeinsam mit Baselland Tourismus, abgewogen, beigezogen, rausgeworfen, geändert ... Einige Orte sind auch noch während der Besuchs- und Reportagephase dazugekommen, andere herausgefallen. Leider hatte nicht alles Platz, was ich gerne beschrieben, gezeigt und erzählt hätte.