Märt in Arlesheim: Foto: Christian Jaeggi

Foto: Christian Jaeggi

Der Dorfplatz als Märtplatz

Seit dem Sommer 1993 ist der bunte Gmüesmärt in Arlesheim fester Bestandteil im Dorfkalender.  Am 31. August feiert er seinen 25. Geburtstag mit einem Mittagstisch samt musikalischer Überraschung.
 

Mit seinem ausgesuchten Angebot lockt der Gmüesmärt jeden Freitagmorgen von 9 bis 11 Uhr die Kundschaft auf einen der schönsten Dorfplätze der Region. Der Markt kann sich sehen lassen: vielerlei Gemüse und Früchte, Brot, Eier, Teigwaren, Honig, Konfitüre, Käse, Fleisch, Würste, Kräuter, Pilze, Öle, Milchprodukte und Blumen. Alles wie beim Grossverteiler? Nein, denn die Produkte sind regional und vorwiegend in Bio- und Demeter-Qualität, aber auch aus IP-Suisse-Produktion.
Die Atmosphäre auf dem Platz ist ge­mütlich, fast schon familiär. Es ist nichts zu spüren von der Hektik eines Einkaufcenters. Seelenruhig stehen die Kundinnen und Kunden an und tätigen ihre Einkäufe. Man kennt und begrüsst sich, nicht selten mit Namen. «Es gibt eine sehr treue Kundschaft», weiss Marie Regez, die Präsidentin des Vereins Arleser Gmüesmärt. Von April bis zu den Herbstferien gibt es zudem die Gelegenheit, an einem Kaffeestand einen Schwatz abzuhalten. Auch könne man dann, wie Regez verschmitzt anmerkt, die Hochzeitspaare begutachten, die da freitags das Zivilstandsamt frequentieren ...

Ein ganzjähriger Treffpunkt

Eine Gelegenheit für Begegnungen zu schaffen, ist eines der Ziele des Wochenmarktes. «Zudem wollen wir nur gesunde Lebensmittel anbieten», betont Regez. Organisiert wird der Gmüesmärt von Leuten des Vereins. Wer am Gmüesmärt teilnehmen darf, bestimmt der Vorstand. Hauptkriterium ist, dass die Produkte regional sind und von den Verkäufern mindestens zum Teil selber produziert werden. «Die grosszügige Unterstützung durch die Gemeinde Arlesheim ist die Basis für unseren Markt», lobt Regez.
Das Angebot blieb über die Jahre in Grösse und Zusammensetzung ähnlich. Mehr als 14 Stände sind es mit Absicht nicht. Einige gibt es nicht mehr, dafür sind neue Anbieter dazugekommen wie beispielsweise die Salzfraueli.ch mit sehr speziellen Salzen. Treue Dauerbrenner gibts auch: Monika Vögtli aus Gempen, Leo und Rita Lüber aus Grellingen sowie Andy und Sandra Miesch aus Wittinsburg sind seit August 1993 am Gmüesmärt dabei.
 

Text: Fredy Heller, Fotos: Christian Jaeggi