Wasserturm Bruderholz. Foto: Philippe Anex

Wasserturm Bruderholz. Foto: Philippe Anex

Hoch hinaus – Wasserturm Bruderholz

Wer im Leimental oder Birseck wohnt, kennt das Bruderholz als Orientierungspunkt Richtung Stadt. Warum nicht einmal die Perspektive wechseln und vom Wasserturm Bruderholz in die andere Richtung blicken? Die Summe aus Turm und Hügel ergibt einen grandiosen Aussichtspunkt.

 

Zu Besuch in einer fremden Stadt, versuche ich immer, eine Stadtrundfahrt zu machen und einen Turm zu besteigen. Zuhause macht man so etwas leider viel zu wenig, aber ich habe mir vorgenommen, das zu ändern. Und Sie?
Die Buslinie 47 bringt uns vom Dreispitz zur Haltestelle Bedrettostrasse. Wir gehen ein paar Schritte zurück und folgen der Biasca­strasse zum Wasserturm.

 

Wasserturm Bruderholz. Foto: Philippe Anex

 

Der Turm

Erstaunlich mächtig im Umfang steht er da und hebt sich klar vom blauen Himmel ab. Im Fuss des Turms stehen zwei gemauerte Treppen zur Wahl und führen doch in die gleiche Turmstube – ideal für einen kurzen Wettlauf über die ersten 14,5 Höhenmeter. Von der Turmstube geht es weiter über die zentrale Wendeltreppe. Wir durchqueren jetzt das Wasserreservoir, welches wie ein Zylinder um die Metalltreppe herum gebaut ist.

Das Panorama

Die Aussichtsplattform auf 27 Meter Höhe bietet eine 360°-Rundumsicht. Unser Blick geht von Basel und dem Kraftwerk Birsfelden über Muttenz zum Birseck und über die Eggflue ins Leimental bis Allschwil. Neue Orientierungspunkte wie der Roche-Turm oder der Stoll-Turm in Münchenstein sind leicht zu finden. Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken, natürlich auch unzäh­lige Baukräne. Der neue Blickwinkel ist anregend und wir gehen lebhaft diskutie-rend nach unten und machen uns auf zum Spaziergang.

 

Wasserturm Bruderholz. Foto: Philippe Anex

 

Vom Bruderholz zum Margarethenhügel

Wir wollen den Fussweg am Restaurant La Torre vorbei Richtung Batterie nehmen, zögern aber ein wenig beim Dinosaurier. Er scheint an den Ästen zu knabbern und so können wir unbemerkt vorbeischleichen, lassen die Batterieanlage rechts liegen und biegen in den Rappenbodenweg ein. Wir befinden uns hier exakt auf der Kantonsgrenze von Baselstadt und Baselland. Kurz vor dem Spital biegen wir ins Gmeiniholzwägli ein, den Neubauten auf der rechten Seite liegt links eine weite Matte gegenüber. Später folgen wir der David Joris-Strasse und biegen dann rechts nach Norden in einen Mergelweg ein, der später zum Marga Bührig-Weg wird. Bei der Venusstrasse gehen wir Richtung Osten und schon haben wir das Margarethengut erreicht. Gelangweilt glotzen uns die Kühe an und hängen sich fast den Unterkiefer aus beim Wiederkäuen. Wir machen noch einen Abstecher zum Kirchlein, dann folgt der kurze, aber steile Abstieg zur Halte­stelle Margarethen. Je nach Präferenz verzweigen sich jetzt die Wege: Ab Dorenbach mit der Linie 10 ins Leimental, ab Bahnhof SBB mit Tram oder Zug ins Birseck.

 

Text: Benedikt Bischofberger, Fotos: Philippe Anex