An der Wiedereröffnung des Klosters im Oktober 2017 stellt Barbara van der Meulen dem interessierten Publikum  die temporären Altarbilder vor. Foto: zVg

An der Wiedereröffnung des Klosters im Oktober 2017 stellt Barbara van der Meulen dem interessierten Publikum 
die temporären Altarbilder vor. Foto: zVg

«Ich will das Kloster weiterentwickeln und stärken»

Der Stiftungsrat hat beschlossen, den Vertrag mit der Leiterin Kultur Barbara van der Meulen für weitere drei Jahre zu verlängern. 

 

Birsmagazin: Frau van der Meulen, Gratulation, Ihr Vertrag wurde verlängert.

Barbara van der Meulen: Ich freue mich sehr, dass ich meine angefangene Arbeit weiterführen kann. Seit 2018 läuft unser «Aussteigen-auf-Zeit»-Residency und vieles ist im Aufbau.

Was ist Ihr Fazit nach den letzten sieben «Aussteigern»?

Die Gäste haben den Klosterbetrieb vielseitig belebt. Alle Aussteigerinnen und Aussteiger werden am ersten und letzten Tag fotografisch porträtiert und führen während ihrer Auszeit ein Logbuch. 

Sie organisieren Aktivitäten gemeinsam mit Küche und Kirche?

Mir ist es wichtig, dass wir im Leitungsteam spartenübergreifend zusammenarbeiten. So haben wir künstlerisch-spirituelle Abende zu den ausgestellten Kunstwerken mit einem gemeinsamen Abendessen an der langen Tafel im Klosterkeller organisiert. Ein also für alle Sinne anregender Abend!

 

Kunst und Natur im Einklang – auch andere Gäste fühlen sich im Kloster wohl.

Kunst und Natur im Einklang – auch andere Gäste fühlen sich im Kloster wohl.

Kunst und Natur im Einklang – auch andere Gäste fühlen sich im Kloster wohl.

 

Wie waren die Reaktionen zu den Altarbildern?

Wie immer, wenn zeitgenössische Kunst an einem dafür ungewohnten Ort stattfindet, gab es auch negative Reaktionen. Ende des 17. Jahrhunderts hatte man einen damals 30-jährigen Künstler beauftragt, das Hochaltarbild zu malen. Heute empfinden es manche als eine Sünde, wenn ein gleichaltriger Künstler ein Altarbild malt. Immerhin beschäftigen sich Kunst und Religion oft mit denselben Fragen des Lebens. Ich bin dafür, dass sich beide auf Augenhöhe begegnen.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit Ihren beiden Geschäftsleitungskollegen?

Ich erlebe unsere Teamarbeit zusammen mit Jonas Rapp und Felix Terrier als sehr vertrauensvoll und produktiv. Dies mit dem Ziel vor Augen, das ehemalige Kloster Dornach zu einem besonderen Ort für alle Generationen zu machen.

Wie sehen Ihre Pläne für die nächsten drei Jahre aus?

Ein Hauptanliegen ist, die Marke «Kloster Dornach» mit einem ansprechenden Programm weiterzuentwickeln und zu stärken. Nach der hervorragenden Bausanierung möchten wir das Kloster mit künst­lerisch-spirituellen Akzenten bereichern. 
Wir möchten explizit auch Familien und Kinder ansprechen und haben deshalb für kommenden Herbst ein Kinderkonzert organisiert und auch das Sommerfest soll ein generationenübergreifender Anlass sein.

Womit beschäftigen Sie sich zurzeit?

Aktuell stehen dringende interne Aufbauarbeiten an. Seien es die Ausstattung des Innenhofes, eine Anpassung der Kommu­nikationsmittel sowie eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit inkl. Fundraising. Hierbei haben wir mit der Berest-Gruppe einen erfahrenen Berater, der den Bereich Gastronomie/Hotellerie bereits seit zehn Jahren erfolgreich führt. 
Für das Kulturprogramm haben wir vonseiten der Gemeinden Dornach und Arlesheim sowie der Kantone ­Solothurn und Baselland wie auch von Stiftungen und der Wirtschaft bereits gross­zügige finanzielle Unterstützung und auch Wertschätzung für unser Wirken erhalten.

Und wann findet die nächste Ausstellung statt?

Die nächste grössere Ausstellung wird im Frühjahr 2019 stattfinden. Die kreativen Pro­jekte des «Aussteigen-auf-Zeit»-Residency werden präsentiert und mit einem Rahmenprogramm begleitet. 

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Elan, das Kloster zu beleben, und freuen uns auf weitere interessante Aktivitäten.

 

Interview: Jay Altenbach-Hoffmann, Fotos: zVg