Für die neue Glasflaschen-Linie musste auch eine neue Abfüllanlage angeschafft werden.

Für die neue Glasflaschen-Linie musste auch eine neue Abfüllanlage angeschafft werden.

Aus dem Berg direkt in die Flasche

Eine der tiefsten Mineralwasserquellen Europas liegt in Eptingen. Das Wasser aus dieser Quelle ist nicht nur besonders mineralhaltig, sondern auch frei von Nitraten oder anderen unerwünschten Stoffen. Früher galt es gar als «Medizinalwasser».

 

Wir Menschen bestehen zu rund sechzig Prozent aus Wasser und damit die Stoffwechselvorgänge in unserem Körper funktionieren, müssen wir trinken; empfohlen sind zwei bis drei Liter Wasser pro Tag. Doch an der Frage, ob dies Leitungswasser oder doch besser Mineralwasser sein soll, scheiden sich die Geister. Tatsächlich weist das Leitungswasser in der Schweiz eine hohe Qualität auf. Die Wasserversorger sind per Gesetz verpflichtet, jederzeit eine einwandfreie Trinkwasserqualität zu garan­tieren. Da die Grundqualität aufgrund der Wassergewinnung, der geologischen Gege­benheiten und der Zusammensetzung des Wassers (Quellwasser, Grundwasser und Wasser aus Seen) variieren kann, muss dieses teilweise aufbereitet werden. Dies geschieht durch sterile Filtration oder ultra­violette Strahlung und durch Zusatz von Chlor oder Ozon. Erlaubt sind ausserdem rund fünfzig weitere Behandlungsmethoden zur Aufbereitung von Leitungswasser. 

 

Verdursten wird in dieser Lagerhalle bestimmt niemand.

Verdursten wird in dieser Lagerhalle bestimmt niemand.

 

Höchster Gehalt an Mineralien

Mineralwasser hingegen darf nicht behandelt werden – eine Ausnahme bildet beispielsweise der Schwefel, aber der ist in Eptingen kein Thema. «So, wie das Wasser aus dem Berg kommt, kommt es in die Flasche», bestätigt Damaris Buchenhorner, Mitglied der Geschäftsleitung der Mineralquelle Eptingen AG, der die Quelle in Eptingen gehört. Das Wasser durchläuft einzig einen Partikelfilter, damit sich nicht etwa ein Sandkorn in eine Flasche verirrt. Die Quelle in Eptingen ist mit ihren 417 Metern eine der tiefsten Europas. Dies führt zwar zu einem grösseren Aufwand bei der Quell­nutzung, es garantiert aber, dass keine unerwünschten Stoffe wie etwa Nitrat aus der Landwirtschaft ins Wasser gelangen, wie das bei weniger tief gelegenen Wässern der Fall sein kann. Auf seinem langen Weg durch die Gesteinsschichten des Faltenjuras wird das Regenwasser gereinigt und nimmt aus dem Muschelkalk Minera­lien auf, die bekanntesten sind Calcium und Magnesium. Eptinger ist aber nicht nur das Mineralwasser mit dem höchsten Mineraliengehalt in der Schweiz; dank der langen Reise des Wassers, die bis zu 25 Jahre dauern kann, ist die Bioverfügbarkeit dieser Mineralien zudem erfreulich hoch. Nicht umsonst wird Eptinger deshalb noch immer von Ernährungsberatern empfohlen und ist im Gesundheitswesen sowie bei Sportlern beliebt. Früher konnte man sogar auf dem Etikett «Medizinal- und Tafelwasser» lesen. 

 

Damaris Buchenhorner führt gemeinsam mit ihrem Mann Matthias die Mineralquelle Eptingen AG seit 2014.

Damaris Buchenhorner führt gemeinsam mit ihrem Mann Matthias die Mineralquelle Eptingen AG seit 2014.

 

Langfristiges Denken

Hinter vielen Schweizer Mineralwassermarken stehen Grosskonzerne. Wie kann sich da ein Familienunternehmen wie die Mineralquelle Eptingen AG auf dem Markt behaupten? «Im Vordergrund stehen die hohe Mineralisation und die hundertprozentige Natürlichkeit unseres Produkts», so Buchenhorner. Weitere Vorteile sieht sie in der Regionalität und in der Tatsache, dass ein Familienunternehmen langfristiger den­ken und handeln kann als Konzerne. Das Unternehmen garantiert ausserdem, dass jede Flasche Eptinger mikrobiologisch einwandfrei ist. 

«Anders sein als die anderen» 

So lautet das Motto der Minerallquelle Eptingen AG. Ein Bespiel dafür ist die neue, formschöne Glasflasche. Sie ist nicht nur im Gastrobereich, sondern bei Getränkehändlern auch für Privatpersonen erhältlich ist, und zwar in Harassen, die man zurückbringen kann. Eine Tatsache, die dem ökologischen Fussabdruck des Mineralwassers zugutekommt. Doch ob der Durst einen dazu bewegt, den Hahn aufzudrehen oder zur Flasche zu greifen, wird wohl auch in Zukunft eine Frage der persönlichen Präferenzen bleiben.