Barbara van der Meulen mit dem neuen Buch zum Thema «Aussteigen»

Barbara van der Meulen mit dem neuen Buch zum Thema «Aussteigen». Foto: Christian Jaeggi

Menschen im Kloster

Es ist beeindruckend, was Barbara van der Meulen in den letzten Jahren im Kloster geschaffen hat. Ständig hat sie neue Ideen, wie sie das Kloster schöner, besser und interessanter machen könnte. Grund genug, «Frau Tausendsassa» vorzustellen.

 

Spuren von Barbara van der Meulen sind im ganzen Haus zu finden. Hinter vorge­haltener Hand sagt man im Kloster: Diese Frau lässt keinen Stein auf dem anderen. Aber es ist als grosses Kompliment gemeint. Zu Beginn ihrer Arbeit hat sie die Ausstellung «Geist und Luxus» initiiert. Künstlerinnen und Künstler sowie Studierende der HGK FHNW wurden eingeladen, für das Kloster Beiträge zu entwickeln.
Erinnern Sie sich noch? Installationen im Klosterinnenhof, im Garten und vor der Kirche. Einige Zimmer wurden künstlerisch bespielt und wer wollte, konnte sich eine Digital-Detox-Box kaufen, um sich von seiner Handy-Sucht zu entgiften. Ein Begleitbuch zum Thema «Geist und Luxus» entstand. Daneben organisierte van der Meu­len Vorträge, Lesungen und die Menu Musica, welche in der Zwischenzeit ins dritte Jahr gehen. Einmal monatlich spielen Musikerinnen und Musiker über Mittag in der Kirche und bieten eine kleine Auszeit vom Alltag. In der Zwischenzeit wurde das tolle Angebot mit jazzigen Klängen am letzten Donnerstag eines jeden Monats ergänzt. Eine treue Fan-Gemeinde lässt sich dieses Angebot nicht entgehen. Genau wie die Damen und Herren, welche an jedem zweiten Mittwoch eines Monats begeistert das Tanzbein zur Musik von Jonny La Rose schwingen. Und dies alles gegen eine freiwillige Kollekte gemäss der sozialen Verantwortung der Stiftung Kloster Dornach.

Mitarbeit in der Gartengestaltung

Bereits während der Renovation des Klosters initiierte die Programmleiterin Kultur die Neugestaltung des Innenhofs und fand einen Künstler, der ein Mosaik-Ornament für den Boden entworfen hat. Nun erwartet den Gast ein moderner Ort der Ruhe und Erholung mit einer Wasserschale und Loungestühlen.
Ein grosses Anliegen ist van der Meulen die Zusammenarbeit mit den anderen Betriebsbereichen im Kloster: mit Felix Terrier (Kirchenrektor) wie auch mit Jonas Rapp (Leitung Gastronomie / Hotellerie). So sind innovative und anregende Programme wie «Kunst und Kirche» und die «KlosterFarbenDinners» entstanden. 
Derzeit gestalten und bepflanzen Studierende der HGK FHNW anlässlich eines Kurses mit der Landschaftsgärtnerin und Agronomin Léa Sommer in Begleitung einer von Barbara van der Meulen geleiteten Arbeitsgruppe einige Beete im Kloster­garten. Es gibt scheinbar keinen Grund, sich auszuruhen. Zum Abschluss des ersten Residence-Jahres ist kürzlich ein weiteres, wunderschönes Buch über die Aussteigerinnen und Aussteiger des vergangenen Jahres entstanden. 
Sollten Sie «Frau Tausendsassa» im Kloster nicht finden, gehen Sie dem Lachen nach. Die Frohnatur verliert ihren Humor nie und findet auch in den unglaublichsten Situa­tionen einen Grund zum Lachen. Und wenn Barbara van der Meulen nicht im Kloster ist, dann ist sie Mutter zweier hinreissender Mädchen, die geduldig auf das Mami warten. Oder sie schwingen zusammen mit ihrem Papi die Kochlöffel, was die ganze Familie nämlich sehr gerne und mit viel Hingabe tut.

 

Text: Jay Altenbach-Hoffman, Foto: Christian Jaeggi