Das Team des neuestheater.ch

Das Theaterteam: Veronica Wolf, Prisca Wiederkehr (Praktikantinnen) Nicole Dürler (Mitarbeit Administration), Johanna Schwarz, Anna Dippert (Praktikantin Technik), Georg Darvas, Lukas Schäfer (Leiter Technik), Jonas Schaller (Lehrling Technik), fehlend: Susanne Koch, Sandra Löwe, Cornelius Hunziker (Gesamtleitung Einbau Theatertechnik).

«Ein Theaterhaus für alle und ein interessanter Begegnungsort»

In Dornach steht ein Theaterneubau. Das ist eine Sensation und eine grosse Herausforderung. Wir haben mit Johanna Schwarz gesprochen, der Leiterin von neuestheater.ch.

Wie kommt es, Johanna Schwarz, dass hier in Dornach jetzt ein neues Theater steht?

2001 eröffneten wir das Neue Theater am Bahnhof (NTaB) im ehemaligen Kino Dornach. Unsere, Georg Darvas und meine, ers­te Produktion war übrigens Shakespeares «Was Ihr wollt». Das Publikum kam am Anfang eher aus der Stadt und weniger aus der direkten Umgebung. Mit der ersten Mu­siktheaterproduktion, der «Fledermaus», im Jahr 2003, änderte sich das. Damit konn­ten wir uns sozusagen lokal etablieren. Mit dem Musiktheater erreichten wir die Kennerinnen und Kenner, aber es kamen auch Menschen in unser Haus, die Freude an der Musik, aber wenig Erfahrung mit den grossen Opernhäusern haben. Im Lauf der Jahre konnten wir auf ein wachsendes, interessiertes und treues Publikum zählen.

Es war wohl von Anfang an klar, dass euer Aufenthalt im alten Kino von beschränkter Dauer sein würde.

Und trotzdem war die Nachricht, dass das ehemalige Kino bald abgerissen werden sollte, ein Schock. Viele Theaterbegeisterte und Vertreterinnen und Vertreter von den Gemeinden sowie die Kulturchefs der Kantone Baselland und Solothurn setzten sich für einen neuen Standort ein. 2011 bezogen wir als Zwischennutzung die ehemalige Druckerei am Stollenrain in Arlesheim. – Seit 2005 wurden verschiedene Standorte für einen Theaterneubau evaluiert. Hier in Dornach wurde er gefunden, beim Bahnhof, an der Kreuzung Bahnhofstrasse/Arles­heimerweg. Es wurde gebaut und jetzt eröffnen wir das neue Theaterhaus. Unser Team hätten diesen Weg nicht gehen können ohne die grosse Unterstützung durch die öffentliche Hand, durch Stiftungen, durch zahlreiche Private und durch das Publikum; gross war auch der Einsatz der Stiftung und der Arbeitsgruppe «Kultur am Bahnhof», sowie des Betriebs- und des Gönnervereins. 

 

neuestheater.ch

Das neue Theaterhaus in Dornach.

Ich weiss aus eigener Anschauung, dass die Theaterleute selbst in den letzten Jahren und Monaten schier Unmögliches geleistet haben: Sie, Johanna Schwarz als Leiterin des Theaterbetriebes, Georg Darvas als künstlerischer Leiter, Sandra Löwe als Leiterin des Jugendtheaters, Susanne Koch als Mitglied der Geschäftsleitung und Leiterin des Rechnungswesen und alle Mitarbeitenden in Administration und Technik. – Und in gewisser Weise fängt die Arbeit ja jetzt erst richtig an: Jetzt richtet Cornelius Hunziker mit seinem Team die Theatertechnik ein. Ihr zieht in das neue Haus und müsst ein tolles Programm auf die Beine stellen, damit das Publikum kommt und den grossen Saal füllt.

Die Arbeit geht uns nicht aus. Wir sind überzeugt, dass unser treues Publikum von nah und fern uns an die neue Adresse folgen wird, und dass stetig neue Menschen hinzukommen. Unser Angebot wird breit sein: ein Theaterhaus für alle und ein interessanter Begegnungsort. 

Sie wollen das Publikum nicht nur unterhalten; manche Darbietungen werden auch ein wenig anstrengend sein, oder?

Wieso anstrengend? Wir wollen im Austausch stehen mit unserem Publikum, mit dem aktuellen Zeitgeschehen und mit dem, was die Künstlerinnen und Künstler beschäftigt – das schafft auch Räume zum Nachdenken. 

Und neuestheater.ch wird ja auch nicht ­allein sein im neuen Haus.

Wir haben zwei Partner: Das Forum Schwarz­bubenland, das sich um Tourismus, Kultur und Wirtschaftsförderung im Schwarzbubenland kümmert, wird im Theaterfoyer eine Infostelle betreiben und auch unsere Tickets verkaufen. 
Im Foyer wird auch ein Tagescafé aufgebaut, professionell geführt vom Verein Sozialpsychiatrie Baselland (VSP). So wird das Foyer auch tagsüber immer belebt sein. 

Vielen Dank für das interessante Gespräch, Johanna Schwarz, und toi, toi, toi für die Eröffnung.

 

Text: Jürg Seiberth, Fotos: zVg