anthrosana hat die Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» massgeblich unterstützt: Übergabe der Unterschriften 2005 in Bern.

anthrosana hat die Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» massgeblich unterstützt: Übergabe der Unterschriften 2005 in Bern. Foto: Michael Leuenberger

anthrosana – 40 Jahre Impulse für Gesundheit und Lebensgestaltung

Dieses Jahr feiert anthrosana das 40-Jahre-Jubiläum. Die Patientenorganisation wendet sich an alle Interessierten, die Gesundheit und Krankheit aus einem ganz­heitlichen Blickwinkel betrachten wollen. Seit 1977 vermittelt der gemeinnützige Verein Impulse für Gesundheit und Lebensgestaltung, engagiert sich in der schweizerischen Gesundheitspolitik und setzt sich für die Förderung, Verbreitung und Anerkennung der Komplementärmedizin in der Schweiz ein. 

 

Seit 40 Jahren richtet sich das Angebot von anthrosana an alle, die sich für eine ganzheitliche Medizin interessieren, die sowohl Schul- als auch Komplementärmedizin umfasst. Ein zentrales Anliegen der Patientenorganisation ist es, ihren Mitgliedern und allen Interessierten Impulse für einen bewussten Umgang mit Gesundheit, Krankheit und Lebensgestaltung zu vermitteln so­wie die Patientenkompetenz zu fördern. 

Vielfältiges Angebot

Die Patientenorganisation gibt regelmässig Publikationen zu Gesundheitsthemen heraus und informiert ihre rund 5500 Mitglieder über ihre Aktivitäten, über Neuigkeiten aus der schweizerischen Gesundheitspolitik und über Entwicklungen der Anthro­posophischen Medizin in der Schweiz. Der Verein veranstaltet unter anderem Vortragsreihen, Seminare und Exkursionen. 
In Partnerschaft mit der Krankenkasse KPT bietet anthrosana für Mitglieder zudem eine spezielle Versicherungslösung für die Therapien der Anthroposophischen Medizin an. anthrosana gibt als Ansprechpartner für Mitglieder und Interessierte Auskunft über Angebote in anthroposophischer Gesundheitspflege, über Entwicklungen in der Gesundheitspolitik im Bereich Komplementärmedizin und über Krankenversicherungsfragen. 
Darüber hinaus führt der Verein eine Versandbuchhandlung mit einem vielfältigen Literaturangebot und bietet eine eigene Patientenverfügung an.

Gesundheitspolitik: langjähriges Engagement für Komplementärmedizin

Das Engagement in der schweizerischen Gesundheitspolitik ist seit 40 Jahren wichtiger Bestandteil der Aktivitäten von an­throsana. Sie war auch Initiantin und Gründungsmitglied des Forums für Ganzheitsmedizin (ffg), der Vorläuferorganisation des heutigen Dachverbands für Komplemen­tärmedizin (Dakomed). anthrosana hat sich intensiv für die Förderung und Anerkennung der Komplementärmedizin von der Lancierung der Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» bis zur Verankerung der Komplementärmedizin in der Bundesverfassung 2009 im Verfassungsartikel 118a eingesetzt. Dakomed, bei dem anthrosana Mitglied ist, kämpft seit seiner Gründung dafür, dass die Kernforderungen zum Verfassungsartikel zur Komplementärmedizin umgesetzt werden. 

Wichtiger Meilenstein erreicht

Eine zentrale Forderung war die definitive Anerkennung der ärztlichen Richtungen der Komplementärmedizin in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP, Grundversicherung). 
An der Jubiläumsgeneralversammlung von anthrosana am 17. Juni dieses Jahres gab es eine grosse Neuigkeit zu verkünden: Einen Tag zuvor hatte das Bundesamt für Gesundheit bekannt gegeben, dass die ärztlichen Leistungen der Komplementärmedizin weiterhin und nun unbefristet von der Grundversicherung vergütet werden. Der Bundesrat hat die neuen Verordnungsbestimmungen genehmigt, die die komplementärmedizinischen ärztlichen Leistungen den anderen von der Grundversicherung vergüteten medizinischen Fachrichtungen gleichstellen. 
Das ist ein grosser Erfolg und wichtiger Meilenstein für die Komplementärmedizin in der Schweiz. Damit ist eine wesentliche Forderung zum Verfassungsartikel Komplementärmedizin erfüllt. Der jahrzehntelange Einsatz für die Besserstellung der Komplementärmedizin hat sich gelohnt. Die Patientenorganisation anthrosana war daran massgeblich beteiligt. 

Einsatz geht weiter

Mehrere Kernforderungen zum Verfassungsartikel Komplementärmedizin sind heute umgesetzt oder auf gutem Weg. Das Ziel jedoch, die gleichberechtigte Zusammenarbeit von Schul- und Komplementärmedizin, ist noch nicht erreicht. Beispielsweise im Bereich Lehre und Forschung gibt es noch viel zu tun. Der Einsatz für die Komplementärmedizin geht also weiter. anthrosana bleibt am Ball.

 

Text: Andrea Richter, Foto: Michael Leuenberger