Jonas Rapp, Ihr Gastgeber im Kloster Dornach

Herzlich willkommen im Kloster Dornach 

Mitte August hat der Gastronom Jonas Rapp seine neue Stelle im Kloster Dornach als Geschäftsführer in einer Baustelle angetreten. Der perfekte Zeitpunkt also, ihn im BirsMagazin vorzustellen.

BirsMagazin: Herr Rapp, herzlich willkommen im Kloster. Wie geht es Ihnen so kurz nach Stellenantritt?

Jonas Rapp: Im Moment ist alles noch sehr neu. Ich versuche, mir einen Überblick zu verschaffen und alle Menschen, die hier im Kloster mitarbeiten, kennenzulernen. Die letzten Tage habe ich mich hauptsächlich mit der Personalsuche beschäftigt.

Weshalb haben Sie sich ausgerechnet für die Stelle als Geschäftsführer in einem ehe­maligen Kloster beworben?

Ich bin in einem Pfarrhaus aufgewachsen, mein Vater ist evangelischer Pfarrer. Unsere Haustüre stand immer offen und unzählige Menschen gingen bei uns ein und aus. Diese Offenheit hat mir als Kind schon immer gefallen. Als gelernter Hotelier bin ich offen und gerne Gastgeber. Ich verspürte schon seit längerem die Lust, wieder in die Gastronomie zurückzukehren. Das Kloster Dornach ist eine spannende Herausforderung, auf die ich mich wahnsinnig freue.

Was haben Sie davor gemacht?

Im Gegensatz zur Tradition in meiner Familie habe ich nicht den akademischen Weg eingeschlagen, sondern die Hotelfachschule in Luzern gewählt. Sie ist sehr praxis­orientiert und eines meiner Praktika habe ich beim Sternekoch Andy Zaugg im Alten Stephan in Solothurn absolviert. Ich habe auch in Oberwil bei Vino e Cucina gearbeitet, was viele Leute vielleicht noch kennen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der ­Hotelfachschule hatten alle Absolventen Arbeitsangebote aus der ganzen Welt. Ich habe dann aber für Berchtold Catering an der Euro 08 im St.-Jakob-Park die Publikums­verpflegung organisiert und bin anschliessend mit meiner Frau für Mövenpick Hotels & Resorts nach Amsterdam gezogen. Vor der Geburt unserer ersten Tochter Emma im 2011 sind wir wieder in die Schweiz zurückgekehrt. Ich habe dann bei Randstad den Bereich Gastronomie-Personal aufgebaut und ein Geschäft in Zürich für den Verkauf von Fisch und Meeresfrüchten aus nachhaltiger Quelle für Gastronomiebetriebe auf die Beine gestellt und geleitet.

Weshalb kommen Sie jetzt wieder zurück in die Region?

Als Verkäufer bin ich gut, aber ich will Gastgeber sein. Ich möchte wieder Gäste umsorgen und sie zufriedenstellen. Das vermisse ich. Zuhause bewirte ich schon sehr gerne unsere Freunde und koche auch mit Leidenschaft. In der Zwischenzeit haben wir auch eine zweite Tochter, Masha. Meine Frau Simone arbeitet als selbstständige Täschnerin und ist Lehrperson an der Berufsfachschule in Basel. Emma ist jetzt im zweiten Kindergarten. Ausserdem singe ich im Contrapunkt-Chor und mache beim Verein MUNTERWEGS mit. Während zwei Jahren war ich Mentor eines Kindes, welches uns auf Ausflügen begleitete und dem wir die Schweizer Mentalität näherbrachten. Ich bin hier in der Region verankert, will in der Nähe meiner Familie sein und hier arbeiten. Das Kloster Dornach ist einmalig und auch die Nähe zur Kirche ist mir seit Kindertagen vertraut.

Was wollen Sie im Kloster ändern?

Im Moment noch gar nichts. Ich bin am Sondieren. Ich muss zuerst mit den Menschen sprechen, welche im Kloster arbeiten, und ich muss die Menschen kennenlernen, welche das Kloster als Gast besuchen oder im Kloster übernachten. Ich muss die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzer verstehen. Das Schlimmste wäre jetzt, meinen Willen hier durchzusetzen und alles zu ändern. Bewährtes darf nicht achtlos über Bord geworfen werden. Aber ich habe schon einige Ideen, über die wir zu einem späteren Zeitpunkt informieren können. 

Wir freuen uns auf das nächste Gespräch mit Ihnen. Alles Gute!
 

Interview: Jay Altenbach-Hoffmann