Jugendliche schwimmen im Rhein, Foto: © Basel Tourismus

Foto: © Basel Tourismus

«Dr Bach ab»

Wer sich schon einmal im Rhein hat treiben lassen, will diese Erfahrung nicht mehr missen. Andere sind und bleiben jedoch skeptisch. Und wer sich den Rhein hinuntertreiben lässt, der braucht einen Wickelfisch, den es seit dem Hitzesommer 2003 an vielen Orten zu kaufen gibt.

 

Der Wicklfisch ist ein Must-have beim «Rhyschwumm». In diesem Fisch stecken 15 Jahre Entwicklung und Know-how. Das Material ist leicht, langlebig und reissfest. Die ersten Wickelfische waren in leuchtendem Orange, damit die Rheinschwimmer nicht übersehen werden konnten. Mittlerweile gibt es sie in unzähligen Farben und wurden auch von Firmen mit Logos bedruckt und als Give-aways verteilt. Der Wickelfisch dient zur Aufbewahrung der Kleider im Wasser. Sind alle Habseligkeiten im Wickelfisch verstaut, muss man quasi die Schwanzflosse sieben Mal falten und anschliessend verschliessen. Wer es nur fünf Mal macht, riskiert nasse Kleider und ist selber schuld. Sieben Mal müssen es sein! Den Wickelfisch gibt es unter www.wickelfisch.ch zu bestellen. 

Gegenseitige Rücksichtnahme

Einstiege gibt es überall entlang des Rheins. Wichtig ist, die Warnhinweise genau zu studieren und auch zu befolgen. Gegenseitige Rücksichtnahme ist wichtig; ein Rheinschiff oder auch die Fähre haben einen langen Bremsweg und können nicht ausweichen. Deshalb Augen auf – auch wenn es grad so herrlich ist im Wasser! Wegen der vielen Scherben am Rheinufer empfiehlt es sich zudem, Badeschläppchen zu tragen. Sie erleichtern den Ein- und Ausstieg.

Keine Rhein-Bademeister

Eine gute Einstiegsmöglichkeit ist das Kleinbasler Rheinufer oberhalb der Wettsteinbrücke beim Tinguely Museum. Bojen markieren die sicheren Zonen und es ist auch für Neulinge ersichtlich, wo ohne Gefahr geschwommen werden kann. Die Mitte des Rheins ist übrigens tabu. Die Strömung ist zu stark und dieser Weg ist den Schiffen vorbehalten. Auch vor Brückenpfeilern müssen sich Schwimmerinnen und Schwimmer in Acht nehmen, da sich die Strömungsverhältnisse nur schwer einschätzen lassen. Und auch wenn es eigentlich klar sein sollte: Rheinschwimmen ist nur etwas für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer. Es gibt keine Bademeister im Rhein! 

 

Jugendliche, die am Rheinufer sitzen und geniessen, Foto: © Basel Tourismus

Foto: © Basel Tourismus

Geniessen

Aber eigentlich ist es ganz einfach – wirklich. Wickelfisch nach Anweisung verschliessen und in der Hand halten, ins Wasser steigen, den Wickelfisch vor sich treiben lassen und geniessen! Vorbei an den traditionellen Galgenfischerhäuschen, am Münster und an den Menschen, die am Rheinufer sitzen. Eine Sightseeing-Tour durch Basel vom Wasser aus – herrlich! Nach der mittleren Brücke sucht man sich dann eine geeignete Ausstiegsstelle und lässt anschliessend den Tag an einer der vielen Buvetten ausklingen.

 

Text: Jay Altenbach-Hoffmann