Zwei Mädchen beissen in ein Sandwich,  Foto: © Claudia Schilling, AT Verlag / www.at-verlag.ch

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Lunchbox füllen und los gehts!

Sommerzeit ist auch die Zeit, in der wir ein Picknick einpacken und uns am Waldrand, im Schwimmbad oder am Ufer eines Flusses verpflegen. Eine Fülle von originellen, abwechslungsreichen Ideen für die Verpflegung «on-the-go» finden wir in Claudia Schillings Buch «Hin und Weg».

 

Die Baslerin Claudia Schilling, die ursprünglich Dekorationsgestalterin gelernt hat, ist Foodstylistin und wird von Firmen gebucht, um Esswaren für Fotos in Printmedien schön «herzurichten». Bestimmt sind wir alle schon Bildern von Claudia Schilling begegnet. Eine grosse Auswahl weiterer Inszenierungen finden wir auch auf ihrer Instagram-Seite oder in ihrem Blog www.stylingqueen.ch

 

Schon lange träumte die Mutter von 9-jährigen Zwillingen davon, ein eigenes Kochbuch auf den Markt zu bringen, hat doch das Thema Essen mit der Geburt der beiden Mädchen eine ganz neue Dimension im Leben der kreativen Frau angenommen. Der Film «The Lunchbox» gab dann den letzten Input. «Nach dem Film gingen wir nach Hause und ich begann im Internet nach Lunchboxen zu suchen», erinnert sie sich. «Ich war so fasziniert und bestellte sogleich unzählige Lunchboxen.» Wenige Tage später habe dann der Paketpöstler die Bestellungen gebracht und auf Flohmärkten und Brockenstuben fand sie weitere originelle Exemplare. Selbstverständlich mussten diese sogleich gefüllt werden. Und so stellte sich die Familienfrau in die Küche und begann alleine oder zusammen mit ihren Mädchen zu experimentieren. 

 

Eine gefüllte Lunchbox,  Foto: © Claudia Schilling, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Foto: © Claudia Schilling, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Schnelle Rezepte 

Herausgekommen sind einfache Rezepte, die teilweise auch mit Kindern gut nachzukochen oder -backen sind. Die Zutaten müssen wir nicht aufwändig zusammensuchen. Sie sind im Laden nebenan zu finden oder können einfach durch eine andere Zutat aus dem Kühlschrank ersetzt werden. «Mir war bei meinem Kochbuch wichtig, dass die Gerichte schnell und einfach zuzubereiten sind», betont sie. «Wenn die Sonne scheint und wir hinausgehen wollen, muss es schnell gehen.» Zu jedem Kapitel gibt es auch noch tolle Ideen für eine coole Lunchbox aus Stoff, einem gebrauchten Tetrapack, einer alten Blechbüchse oder einem Glas, das es zu verschönern gilt. Im Sommer regnet es ja bekanntlich auch einmal und so können wir getrost die Regentage dazu nützen, um uns selbst oder unseren Freundeskreis mit schönen Lunchboxen zu beglücken.  

Lunchboxen im täglichen Gebrauch 

Während wir in der Schweiz bisher unseren Kindern den Proviant in einem Plastikböxchen oder Säckchen mitgegeben haben, ist die Lunchbox in Grossstädten wie Mumbai schon lange gang und gäbe. Viele Arbeiter verlassen morgens ihr Zuhause mit einer Lunchbox oder sie wird ihnen mit einer frischen Mahlzeit von zu Hause gebracht – wie dies im Film «The Lunchbox» aus dem Jahr 2013 wunderschön veranschaulicht wurde. In Japan verwendet man die Bento-Box, die meist noch unterteilt ist. Mit dem Trend, weniger Abfall zu produzieren, entspricht die Lunchbox ganz bestimmt einem Bedürfnis. Wer im Internet sucht, findet unzählige Lunchboxen oder, wie erwähnt, eine Idee in jedem Kapitel des Buches von Claudia Schilling «Hin und Weg», um selber ein Exemplar zu basteln.

 

Text: Jay Altenbach-Hoffmann

 

Claudia Schillings neues Buch «Hin und Weg», Foto: © Claudia Schilling, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Claudia Schillings neues Buch «Hin und Weg», Foto: © Claudia Schilling, AT Verlag / www.at-verlag.ch