Lorenz Altenbach, Präsident des Stiftungsrates

Lorenz Altenbach, Präsident des Stiftungsrates

Das Kloster wird umgebaut

Es herrscht Aufbruchsstimmung im Kloster Dornach: Anfang 2017 startet der Umbau, der viel Neues schafft, aber den klassischen Charakter erhält. Unter anderem wird das Kellergewölbe ausge­baut und die altehrwürdige Bibliothek renoviert. 

 

20 Jahre sind vergangen, seit das Kloster Dornach von der gleichnamigen Stiftung übernommen wurde mit dem Grundgedanken, den Dornach stark prägenden Bau zu erhalten. Um diesem Zweck nachzukom­men, wurden schon bald erste gastronomische Gehversuche unternommen. «Mit der zunehmenden Professionalisierung von Res­­taurant und Hotel konnten wir rasch die roten Zahlen hinter uns lassen, so dass die Gastronomie heute das Kloster wirtschaftlich trägt», sagt Lorenz Altenbach, der das Ruder der Stiftung Ende 2006 übernommen hat. Unter dem Juristen ist die Stiftung Kloster Dornach zu einem KMU mit rund 15 Mitarbeitenden gewachsen, das auf stabilen wirtschaftlichen Füssen steht. Neben den Gastronomieeinnahmen bilden die Bei­träge der Stifterinnen und Stifter das finanzielle Fundament des Klosters, das auf den vier Säulen Begegnung, Soziales, Kultur/Spirituelles und Kirche aufgebaut ist. «Wir sind gut aufgestellt. Der gute Geist des Stiftungsrates ist spürbar», sagt Altenbach.

Offener für die Bevölkerung

In den vergangenen zehn Jahren wurde aber nicht nur eine Gastronomie auf gehobenem Niveau etabliert, sondern auch ein Katalog von baulichen Massnahmen erstellt, die eine Aufwertung des Klosters zum Ziel haben. So wurden in den vergangenen Jahren neue Leitungen gelegt, der Innenbereich der Kirche komplett renoviert, ein modernes Brand­schutzsystem installiert und das Hotel erhielt neue Nasszellen. «Nun stehen wir vor einem entscheidenden Umbruch: Die folgenden baulichen Massnahmen haben das Ziel, unser Kloster noch mehr mit Leben zu füllen», sagt Lorenz Altenbach im Rahmen eines Rundgangs durch das Kloster. Von Januar bis August 2017 werden diverse Änderungen im Kloster vorgenommen, die bei der Neueröffnung im September präsentiert werden. «Von April bis August sind die Gastronomie und das Hotel in den Innenräumen komplett geschlossen. So sparen wir Bauzeit und verärgern keine Gäste, die im Umfeld einer Baustelle tafeln oder schlafen», sagt Altenbach. Das Personal kann während der Umbauphase anderweitig beschäftigt werden. 

Ein veritables Bijou

Das dringlichste Anliegen des Stiftungsrates ist die Aufwertung des Eingangsbereichs, der zurzeit wenig einladend wirkt und nun mit einer ansprechenden Glasfront versehen wird. Innen wird ein Lift eingebaut, der Hürden für gehbehinderte Personen abbaut. Der dadurch verlorene Raum wird durch eine Erweiterung der Gaststube mehr als wettgemacht. Auch der Innenhof und der Kreuzgang erhalten ein Facelifting. Ein veritables Bijou wird der altehrwürdige Gewölbekeller, der jahrzehntelang nur als Lagerraum genutzt worden ist, künftig aber für gastronomische und kulturelle Zwecke zur Verfügung steht. Nicht minder attraktiv für ebensolche Anlässe oder Zusammen­künfte ist die Bibliothek im ersten Stock, die im Rahmen des Umbaus eine bedeutende Auf­wertung erfährt.

Möglich wurden die baulichen Massnahmen durch ein äusserst grosszügiges Legat von Dorothea Boder, die zeitlebens gemein­sam mit ihrem Mann dem Kloster eng verbunden war. «Auf solche Stiftungsbeiträge sind wir angewiesen, wenn wir uns auch in Zukunft weiterentwickeln möchten», sagt Lorenz Altenbach und zeigt auf die Dokumentation mit baulichen Aufwertungsmassnahmen, die noch viele Ideen für die Zukunft birgt.

 

Text und Foto: Simon F. Eglin