OK mit Stadtrat vor dem Rentier: (v. l.) Roland Walker, Markus und Marie-Claire Hardegger, Stadtrat Pascal Bolliger, Diana Ellenberger und Martin Staub. Auf dem Bild fehlt Christian Hamann. Foto: Kurt Hamman

OK mit Stadtrat vor dem Rentier: (v. l.) Roland Walker, Markus und Marie-Claire Hardegger, Stadtrat Pascal Bolliger, Diana Ellenberger und Martin Staub. Auf dem Bild fehlt Christian Hamann. Foto: Kurt Hamman

Ein Rentier kündigt den Art-Advent Laufen an

Seit Anfang November schaut ein riesiges Rentier von der Wiese neben der reformierten Kirche auf Laufens Bahnhofsviertel herab und kündigt den ersten Art-Advent Laufen an, der vom 1. Dezember 2017 bis am 6. Januar 2018 in den Schaufenstern und als «Art extérieur» im Stadtzentrum den Weihnachts­einkauf auch zum Kunsterlebnis erweitern wird.
 

Art-Advent Laufen. Bis anhin war es ziemlich ruhig um das Thema. Lediglich einige Zeitungsartikel im regionalen Wochenblatt kündigten die Premiere einer für die Gegend neuen Art von Kunstausstellung an. Seit einigen Tagen kommt Bewegung in die­se Veranstaltung. Sechs Meter hoch ragt das Geweih des riesigen Rentiers seit kurzem in den Laufner Himmel. Der französische Künstler Jean-Paul Schwindy hat das Ungetüm, das wohl keiner und keine übersehen wird, innerhalb von vier Tagen aus 250 kg Heu und 150 kg Stroh aus dem Boden gestampft. Ein Rentier als Vorbote des ersten Art-Advent Laufen – eine imposante Skulptur mit Verfalldatum.

International und regional

Die Idee für dieses vergängliche Werk als frühzeitige Werbeaktion für das fünfwöchige Ereignis stammt von Marie-Claire Hardegger und ihrem Mann Markus. Als Künstlerin und Organisatorin mehrerer internationaler Kunstausstellungen ist es dem Paar aus Brislach gelungen, nebst Schwindy weitere Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Frankreich, Mexiko, Russland, Ungarn und Irland für den Art-Advent Laufen zu begeistern. Art-Advent Laufen soll aber auch für regionale Künstler eine Plattform bieten. Rund ein Dutzend Kunstschaf­fende aus der Region freut sich darauf, eines oder mehrere Werke am Art-Advent Laufen präsentieren zu dürfen.

Zahlreiche Gemälde, Fotoarbeiten, Skulptu­ren und Installationen warten nur darauf, den Besucherinnen und Besuchern ab 1. De­zember in und ums Laufner Stedtli prä­sentiert zu werden. Mit Schwindys Rentier haben die Verantwortlichen dieser neuen Kunstpräsentation auch schon da und dort Werbeplakate und -banden montiert. Somit ist die fünfwöchige Ausstellung, die schon als Premiere wesentlich grösser wird, als sich dies das sechsköpfige OK jemals träumen liess, definitiv lanciert. 

Eine Idee setzt sich durch

Christian Hamann, Zugpferd des Art-Advent Laufen, kam vor rund einem Jahr auf die Idee der künstlerischen Ausgestaltung des Laufner Stedtlis während des Advents. Seine Ansprechpartner waren schnell überzeugt und formierten sich zum eigentlichen Organisationskomitee. Nach rund zwölfmonatiger Arbeit im Hintergrund kann es das sechsköpfige Team kaum erwarten, bis ­Jacques Pissenem mit seiner Show auf dem Rathausplatz am 1. Dezember um 19 Uhr den Art-Advent Laufen definitiv eröffnet. Mit seinen Kettensägen und lautstarker Hintergrundmusik wird der Franzose in 15 Minuten eine imposante Holzfigur auf den Rathausplatz zaubern. Gleichzeitig wird der Laufner Stadtrat, der sich übrigens grosszügig für das Art-Advent-Projekt einsetzte, anlässlich dieser Vernissage die Weihnachts­beleuchtung einschalten. Von da an steht einem Besuch der vorübergehend wahrscheinlich grössten «Kunstgalerie» der Nord­westschweiz nichts mehr im Wege. Bis zum 6. Januar 2018 können sich Konsumentinnen, Konsumenten und Kunstinteressierte zu den Ladenöffnungszeiten mit Weihnachtsgeschenken und Kunstwerken eindecken. Oder ganz einfach ganztags (6.00 bis 24.00 Uhr) die adventliche Ambiance und den Art-Advent Laufen geniessen.

 

Text: Martin Staub, Foto: Kurt Hamann