www.kulturkarte-bl.ch   Die Kulturkarte Baselland  liegt ab sofort an über  200 Stellen in der Region auf.

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Die Kulturkarte Baselland liegt ab sofort an über 200 Stellen in der Region auf. 

«Der Kultur soll niemand entkommen»

Die Baselbieter Kultur setzt alles auf eine Karte – und zwar wortwörtlich: Die neunte und neueste Ausgabe der beliebten Themenkarten von Baselland Tourismus widmet sich ganz der regionalen Kultur, egal ob Gesang, Tanz, Archäologie oder Kleinkunst. Für zusätzliche Informationen und garantierte Aktualität sorgt die neue Internetplattform www.kulturkarte-bl.ch. 

 

Haben Sie Lust auf ein Konzert? Einen Museumsbesuch, eine Zirkusvorstellung, die Be­sichtigung eines Denkmals? Oder wollen Sie nicht nur Kultur konsumieren, sondern gleich selbst mitmachen, mitsingen, mitspielen, mitgestalten? Die neueste Themen­karte der beliebten Panoramakarten-Reihe von Baselland Tourismus – es ist die 9. nach Themen wie Wandern, Sport, Winter oder Restaurants – widmet sich ganz und gar der Kultur in unserem Kanton. Sie entstand in Kooperation von Baselland Tourismus und kulturelles.bl, der Kulturförderung der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion, und zeigt auf übersichtliche Weise, was man wo findet.
Ein einziger Blick genügt, um festzustellen, dass sich die Kultur nicht nur auf die Stadt und Stadtnähe konzentriert, sondern dass die Angebote auch in der Agglomeration – und bis hinauf in die hintersten Täler und Jurahöhen – sehr bunt und vielseitig sind. «Zwar sind in Baselland mit Ausnahme von Augusta Raurica die Leuchttürme etwas kleiner als im Nachbarkanton, dafür sind die Angebote hier viel heterogener und es gibt viele Perlen zu entdecken», freut sich Esther Roth von kulturelles.bl (siehe auch Interview).

Und die Palette ist wirklich breit: Auf der Karte gibt es Kulturangebote in den Bereichen Museum, Musik, Zirkus, Film, Theater, Kleinkunst, Tanz, Bildende Kunst, Archäologie, Literatur, Spiele, lebendige Traditionen und Denkmäler.
«Die Bedeutung der Kultur geht weit über die reine Unterhaltung hinaus. Sie soll nicht nur gefallen, sondern auch herausfordern und einen Dialog auslösen», sagt Tobias Eggimann, Geschäftsführer von Baselland Tourismus. «Unsere neue Themenkarte ist quasi der Türöffner zur bunten Welt der regionalen Kultur.» Allerdings ist die gedruckte Karte nur das Extrakt aus einer ganzen Palette, denn die neue Internetplattform www.kulturkarte-bl.ch bietet noch viel mehr und vor allem aktuellere Information. Der Veranstaltungskalender verfügt über eine Schnittstelle mit der nationalen Veranstaltungsplattform «Guidle». Mit ihm sol­len die Kulturangebote in Baselland, die aus rein quantitativen Gründen oft hinter den Angeboten in der Stadt etwas untergehen, ihre berechtigte Präsenz erhalten. 
Die beiden Hauptgebiete – sowohl auf der Kulturkarte als auch auf der Kultur-Homepage – sind «Kultur besuchen» und «Kultur schaffen». Hier finden sowohl Interessierte Informationen, die auf der Suchen nach einer ganz bestimmten Veranstaltung oder Institution sind, als auch solche, die selber Kultur schaffen wollen, sei dies in einem Chor, in einem Literaturzirkel oder bei einem Tanzkurs.
Ab 2018 wird zusätzlich das Angebot «Kultur vermitteln» aufgeschaltet, das Lehrpersonen und anderen Interessierten ausgewählte Vermittlungsangebote präsentiert.
Das ambitionierte Ziel der Kulturkarte ist, die Nummer 1 der Kulturinformation im Kanton Baselland zu werden und die Kulturschaffenden auch untereinander besser zu vernetzen. Anfangs Jahr haben kultu­relles.bl und Baselland Tourismus darum sämt­liche Institutionen, Vereine und Veranstaltungsorte informiert und um Angaben gebeten, um die zentrale Informations­plattform zu realisieren. «Wir gingen die Kulturplayer breit an, aber dennoch kann das eine oder andere auf der Online-Karte noch fehlen», sagt Tobias Eggimann. Genau hier setzt der Mehrwert der Internetplattform an. «Wir starten mit einem Grundstock und freuen uns, dass wir eine Plattform bieten können für die grosse Vielfalt an Kultur, die es bei uns gibt», ergänzt Esther Roth. Möglich wurde die Realisierung der Kulturkarte sowie der dazugehörigen Homepage dank dem Gasttaxen-Fonds.
Einen Platz auf der Kulturkarte gefunden hat übrigens auch das Kulturgüterportal KIM.BL, das per Mausklick Einblick in die faszinierenden Museumssammlungen des Baselbiets gewährt. Hier ist die Baselbieter Natur- und Kulturgeschichte gebündelt und für alle zugänglich: www.kgportal.bl.ch.  
Die Kulturkarte Baselland liegt ab sofort an über 200 Stellen in der Region auf. Mehr und aktuelle Infos finden sich im Internet unter www.kulturkarte-bl.ch.

 


 

Drei Fragen an Esther Roth, Leiterin der Kulturförderung des Kantons Baselland

 

Esther Roth,  Leiterin der Kulturförderung  des Kantons Baselland

 

Wie ist die neue Kulturkarte entstanden?

Als ich vor anderthalb Jahren meine Aufgabe übernahm, merkte ich schnell, dass das kulturelle Angebot im Baselbiet nicht genügend sichtbar ist, und es war mir ein grosses Anliegen, dies zu ändern. Als ich die Sportmap-bl.ch sah, die Baselland Tourismus gemeinsam mit dem kantonalen Sportamt he­rausgibt, war für mich klar: Sowas will ich für die Kultur auch!

Was wollen Sie mit der Kulturkarte erreichen?

Unsere Idee ist, dass alle mit ihr auf einfache Art und Weise erfahren können, welches Angebot es wo gibt – egal ob jemand Kultur konsumieren oder selber schaffen möchte. Das Angebot auf der Karte ist überhaupt nicht abschliessend. Für detailliertere und aktuellere Infos gibt es die Internetseite, deren Ziel es ist, dass sie ständig wächst. Wer also beispielsweise sein eigenes Angebot noch vergeblich auf der Homepage sucht: Es ist jederzeit möglich, die Informationen zum eigenen Angebot an kulturelles@bl.ch zu senden, damit sie erfasst werden können.

Warum ist Kultur in Baselland denn überhaupt wichtig?

Kultur ist nicht nur in Baselland, sondern überall und für alle Menschen grundsätzlich wichtig! Kultur kann die grossen Themen des Lebens in eine Form bringen – das ist ihre Aufgabe und Verpflichtung. Sie hilft Menschen, sich selber zu verorten und mit anderen abzugleichen. Der Mensch braucht die Auseinandersetzung und Kultur ist eine sinn­liche Art, dies zu tun. Sie darf auch stören und zum Denken anregen. Und es soll ihr niemand entkommen!