Vom Restaurant «Veronika» im Breite-Rhybadhysli in Basel ins Kloster Dornach: der neue Küchenchef

Vom Restaurant «Veronika» im Breite-Rhybadhysli in Basel ins Kloster Dornach: der neue Küchenchef.

Ein Weltenbummler kocht jetzt im Kloster 

Am 1. November hat Christian Jakob seine neue Stelle als Küchenchef des Klosters Dornach angetreten. Er freut sich darauf, den frischen Wind nach dem grossen Umbau zu nutzen und auch in der Klosterküche Neues zu lancieren. Und wir dürfen gespannt sein, welche Ideen der weit gereiste Koch in seinem Rucksack mitbringt.

 

Mit dem neuen Küchenchef Christian Jakob ist das Klosterteam nun wieder vollständig. Alle freuen sich, dass die Handwerker ihre Arbeiten beendet haben und die lärmigen Maschinen und alle Werkzeuge weg sind. Jetzt steht der Gast wieder im Mittelpunkt! Von alledem hat Christian Jakob nichts mitbekommen. Der erste November war sein erster Arbeitstag und auch der Tag unseres Gesprächs. Seine letzte Wirkungsstätte war das Restaurant «Veronika» im Breite-Rhybadhysli in Basel und nun freut er sich auf seinen völlig neuen Arbeitsort im Kloster. «Als Küchenchef des ‹Veronikas› war der heutige Geschäftsführer des Klosters, Jonas Rapp, mein Fischlieferant für zertifizierte Fische aus nachhaltiger Zucht», erzählt Jakob. Als er das Stelleninserat sah und sich über das Kloster kundig machte, reizte ihn diese neue Aufgabe. Im Kloster Dornach sieht er das grosse Potential und hofft, dass er bereits nächstes Jahr Gemüse und Kräuter aus dem Garten ernten und ver­arbeiten kann. Er möchte im Kloster das grosse regionale und saisonale Angebot, welches es hier anzubieten gibt, nutzen. Nachhaltigkeit war für ihn im Restaurant «Veronika» nicht nur ein Schlagwort, sondern es entsprach seiner Philosophie, die es für ihn auch im Kloster Dornach zu leben gilt. «Der Gast kann sich im Alltag mit Fertigsaucen oder Convenience-Produkten aus­helfen, aber in der gehobenen Gastronomie haben diese Produkte nichts verloren», betont der zukünftige Chefkoch, der sich sehr auf diese Aufgabe freut.

Koch mit Leib und Seele

Dass Jakob ein Weltenbummler ist, hört man nicht an seinem Dialekt. Und doch ist er in London geboren und lebte die ersten zehn Jahre seines Lebens in Japan. Als der Bub zehn Jahre alt war, entschieden die Eltern, ein Basler mit seiner Ehefrau von den Seychellen, in die Schweiz überzusiedeln. Der Kulturschock für den kleinen Christian, der nur Englisch und Japanisch sprach, muss gross gewesen sein. Vorerst blieb die Familie in Oberwil, wo er nach der Schulzeit eine Kochlehre im «Brohhus» in Bettingen absolvierte. Danach besuchte er die Hotelfachschule in Luzern, um dann seine Zelte in London aufzuschlagen. Anschliessend machte er sich auf, seine Wurzeln zu erkunden und lebte und arbeitete in verschiedenen Funktionen auf den Seychellen. Aber sein Herz schlägt nun einmal für die Küche und so kam er zurück nach Basel, wo er gut acht Jahre lang als Koch im Stadtcasino arbeitete und wo er seine französische Ehefrau, auch sie eine Köchin, kennenlernte. Nach einigen gemeinsamen Jahren erneut auf den Seychellen und mit einer eigenen Créperie und eigenem Café, haben sie ihren Wohnsitz wieder in die Region verlegt, wo die Tochter nun in Frankreich zur Schule geht und sie sich zuhause fühlen. Die Angehörigen leben in der Nähe und geniessen es, sich bei Jakobs verpflegen zu lassen. «Auch Weihnachten wird nie diskutiert, bei wem sie stattfindet, sondern um welche Zeit sie zu uns kommen sollen», erzählt ­Jakob und freut sich, die ganze Familie an Weihnachten zu bekochen.

Bitte beachten Sie unser spezielles «Weihnachtsmenu 2017» und unser «Silvester­menu 2017».

 

Text und Fotos: Jay Altenbach-Hoffmann und zVg