Weihnachtsmarkt in Arlesheim

Weihnachtsmarkt in Arlesheim

Es weihnachtet in der Region

In der Vorweihnachtszeit finden von Laufen bis Muttenz, von Gempen bis Rodersdorf grössere und kleinere Weihnachtsmärkte – auch Adventsmärkte genannt – statt.  Der Duft von Gewürzen, geschmückte Stände und Buden, Tannenbäume und Lichter-ketten vermitteln schon ab Ende November Weihnachtsstimmung. Wir haben Informationen von 22 Weihnachtsmärkten der Region zusammengetragen und stellen vier besonders stimmungsvolle vor: in Arlesheim, Laufen, Muttenz und Mariastein.

 

Es wird bereits am frühen Abend dunkel. Das trüb-graue Licht des Tages wird von warmen Adventslichtern abgelöst. Die Leu­te ziehen sich warm an und treffen sich in den Strassen und auf Plätzen. Es ist die Zeit der Weihnachtsmärkte. Die Adventszeit, einst in christlichen Kreisen streng als Zeit der Vorbereitung und der Entbehrung gelebt, hat heute eine andere Bedeutung ­erlangt. Weihnachtsmärkte sind in vielen Städten und Dörfern zur Tradition geworden. Vorläufer der heutigen Advents- und Weihnachtsmärkte gab es in dieser Jahreszeit schon im Spätmittelalter, vor allem im deutschsprachigen Raum. Damals wurden Waren und Lebensmittel angeboten, die zum Überwintern gebraucht wurden. Später kamen Handwerker wie Spielzeugmacher, Korbflechter oder Zuckerbäcker dazu und hielten ihre Erzeugnisse feil. Die Weihnachtsmärkte, so wie wir sie heute kennen, haben sich speziell im alpenländischen sowie im mittel- und nordeuropäischen Raum etabliert. Sie sind heute zu einem nicht unwesentlichen Wirtschaftsfaktor geworden. Insbesondere in grösseren Städten gelten sie auch als Werbemagnet für den Tourismus in der sonst eher tristen Jahreszeit vor Weihnachten.

Kreatives und Selbstgemachtes

Im Verteilgebiet des BirsMagazins finden in 22 Gemeinden Weihnachtsmärkte statt (vgl. Liste auf Seite 7). Organisiert werden sie entweder von einer Marktkommission der Gemeinde, von einem Verein, von Interessengemeinschaften oder gar von Privatpersonen. An einigen Orten sind die Märkte in der Vorweihnachtszeit bereits zur Tradition geworden und haben eine stattliche Grösse erreicht. Manche sind aber auch klein und fein. So preisen sich zum Beispiel die Organisatoren des Marktes von Ro­dersdorf an, der sich auch durch seine Öffnungszeiten von 9–14 Uhr von vielen anderen abhebt. In diesem Jahr zum ersten Mal findet der Adventsmarkt auf dem Klosterplatz von Mariastein statt. 
Viele Organisatoren legen bei der Auswahl der Teilnehmenden Wert auf kreative und zur besinnlichen Zeit passende Angebote. Selbstgemachtes wie kunsthandwerkliche Gegenstände und Dekorationen, Strickwaren, Leckereien aus der Backstube, Kerzen, Adventskränze sind fast an allen Märkten zu finden. Beim Schlendern durch die Gassen zwischen den Ständen und Buden lässt sich manch originelles Weihnachtsgeschenk entdecken. Der Duft von Weihnachten liegt in der Luft! 

Adventsmarkt Arlesheim, Samstag, 2. Dezember 2017

Die Fassade des barocken Doms zu Arlesheim und die anliegenden Domherrenhäuser bilden einen kompakten historischen Rahmen für den stimmungsvollen «Arleser» Adventsmarkt auf dem Domplatz. Er findet zum 15. Mal statt und wird sowohl von den Besuchern wie auch von den privaten Marktfahrern als einer der schönsten der Region bezeichnet. Christine Kleewein von der Arbeitsgruppe «Arleser Märt» des Arlesheimer Gewerbe- und Industrievereins (AGIV) bestätigt, dass der Adventsmarkt sehr begehrt ist: «Wir haben regelmässig mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden sind. In diesem Jahr mussten wir rund 75 Bewerbern ein Absage zukommen lassen.» Das ist ein Beweis dafür, dass die Organi­satoren auf dem richtigen Weg sind. Neben dem vielfältigen Angebot an den rund 78 Ständen auf dem Domplatz bieten Mitglieder des AGIV an weiteren 15 Ständen auf dem mit Tannen geschmückten Areal links neben dem Dom Waren und vor allem Kulinarisches an. Beim Einnachten wird die stimmungsvolle Kulisse mit der Beleuchtung der Domfassade und den lodernden Flammen der Finnenkerzen rund um den Dombrunnen bereichert. 
Mit dem Besuch von Konzerten und Führungen im Dom und in der Krypta kann man der Hektik des Markttreibens entfliehen und in die Besinnlichkeit der Adventszeit eintauchen.

 

Weihnachtsmarkt in Laufen

Weihnachtsmarkt in Laufen

 

Christchindlimärt Laufen, Samstag, 9. und Sonntag, 10. Dezember 2017

Stadtpräsident Alexander Imhof führt uns durchs weihnachtlich geschmückte Stedtli. Wir trafen uns im Dezember des letzten Jahres und spazierten gemeinsam durch den Christchindlimärt, um uns einen Eindruck für diesen Bericht zu verschaffen. Der vorweihnachtliche Markt in Laufen ist nicht nur wegen seiner Bezeichnung Christ­chindlimärt in der Region einzigartig, sondern auch wegen seiner stimmungsvollen Atmosphäre vor historischer Kulisse. Er findet bereits zum 38. Mal im schmucken Stedtli zwischen Unter- und Obertor statt. Die rund 80 Marktstände sind einheitlich mit einem schwarz-weiss gestreiften Dach, den Farben des Wappens von Laufen, versehen. Margot Borer, Verantwortliche für Märkte bei der Stadtverwaltung, legt den Anbietern nahe, die Stände weihnachtlich zu schmücken und ganztags zu beleuchten. «Zusammen mit der Weihnachtsbeleuchtung in der Hauptstrasse und dem grossen Christbaum auf dem Rathausplatz entsteht so innerhalb der kompakten Kulisse des alten Stedtlis eine wundervolle vorweihnachtliche Stimmung.» Das Angebot an den Ständen ist sehr vielfältig. Die Markt­chefin achtet auch darauf, dass eine gute Mischung an unterschiedlichen Waren-, Dienstleistungs- und Verpflegungsangeboten vorhanden ist. Für das leibliche Wohl sind vorwiegend lokale Vereine und Cliquen besorgt. So können sie auch noch etwas in ihr Kässeli erwirtschaften. Wenn dann der Samichlaus mit dem Schmutzli durch den Weihnachtsmarkt schlendert und bei den Drei Königen und den Scha-
fen vorbeischaut; wenn bei Kerzenlicht das ­Adventssingen angestimmt wird, dann wissen nicht nur die Kinder, dass Weihnachten vor der Tür steht.

 

Weihnachtsmarkt in Muttenz

Weihnachtsmarkt in Muttenz

 

Weihnachtsmarkt Muttenz, Samstag, 16. und Sonntag, 17. Dezember 2017

Der Muttenzer Weihnachtsmarkt ist einer der jüngeren in der Region. Er wurde 2010 zum ersten Mal in dieser Form durchgeführt und fand auf Anhieb grossen Anklang. Die Kulissen mit der denkmalgeschützten evangelischen Kirche St. Arbo­gast, dem Platz beim Zentrum Mittenza und der Muttenzer Hauptstrasse mit den beleuchteten Bäumen bilden den geeigneten Rahmen für einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. «An 70 bis 80 Ständen werden Geschenkartikel, wärmende und stärkende Esswaren und Getränke und vieles mehr angeboten», erklärt uns Marktchef Dieter Binggeli, Präsident des Marktverbandes Nordwestschweiz, «eine spezielle Attrak­tion ist das Märlizelt. Für Klein und Gross werden dort mehrmals täglich bekannte Märchen als Puppenspiel aufgeführt». Im Rahmen des «Winterzauber Muttenz», der vom KMU Muttenz organisiert wird, gibt es auch in diesem Jahr eine Schlittschuhbahn. Der Winterzauber wurde bereits am 25. November eröffnet und dauert bis zum 4. Februar. In einem Restaurant mit etwa 100 Plätzen und einer Hütte für 15 bis 20 Personen werden zur kalten Jahreszeit passende kulinarische Genüsse angeboten. Und wenn Frau Holle noch ihr weisses Kleid über das Dorf legt, wird der Weihnachtsmarkt mit dem Winterzauber zum traumhaften Erlebnis!

 

Weihnachtsmarkt in Mariastein

Weihnachtsmarkt in Mariastein

 

Adventsmarkt Mariastein, Samstag, 16. und Sonntag, 17. Dezember 2017

Auf dem Klosterplatz vor der imposanten Fassade der Basilika zu Mariastein findet dieses Jahr zum ersten Mal ein Adventsmarkt statt. Er wird vom Benediktiner­kloster Mariastein in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein Metzerlen-Mariastein organisiert. Therese Brunner und Pia Zeugin von der Klosteradministration koordinieren zusammen mit Marianne Frei vom Verkehrsverein diese erstmalige Ausgabe. Pia Zeugin: «Wir werden auf dem Klosterplatz an 30 Ständen und im Saal des Hotel Post an 10 Ständen vor allem Produkte von Bauernhöfen aus der Region, von Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern und von acht Schweizer Klöstern anbieten. Ergänzt wird das Markttreiben mit Vorführungen von altem und neuem Handwerk. Der Adventsmarkt soll eine zum Kloster passende weihnachtlich-besinnliche Stimmung vermitteln.» Ergänzend zum Advents­markt wird am Sonntag, den 17. Dezember in der barocken Klosterkirche um 16.30 Uhr das traditionelle Adventskonzert stattfinden. Eine besinnliche Einstimmung auf das Weihnachtsfest!

 

Text und Fotos: Werner Thüring, Seite 6: zVg