Zimmer Hoffnung

Offline im Kloster

Im Kloster lassen sich auch spezielle Zimmer, sogenannte Kunst­zimmer buchen. Gönnen Sie sich einen kleinen Ausflug vom Alltag, kommen Sie ins Kloster Dornach, wo für einmal in keinem Zimmer ein Radio plärrt oder ein Telefon Ihre Ruhe stört. Einfach nur sein!

 

Im Zimmer Hoffnung lässt die Oltner Künst­lerin Andrea Nottaris mit einer Rauminstallation neuen Freiraum in die noch originale Klosterzelle mit Kastenbett und Sekretär. Freiraum ist Luxus – Denken ist notwendig. Vacuitas deliciae est, sagen die Lateiner. Ein gebrauchter Setzkasten ohne Erinnerung und Inhalt, eng in Struktur und Form, befreit sich in einen Schwarm aus Einzelteilen, die sich im Raum dynamisch verteilen. Setzen Sie sich auf einen der Einzelteile und gönnen Sie sich eine Gedankenreise. Wohin auch immer! Lassen Sie Ihre Gedanken fliegen! Eine Anregung zum Denken, Staunen und Träumen.
Erkunden Sie das Zimmer Friede und entdecken Sie poetische Objekte, welche sich im Zimmer befinden. Die wunderschöne Hörbox ist nicht nur ein aussergewöhnliches Kunstwerk, welches es zu bestaunen gilt. Nein, das zeppelinförmige Kunstwerk aus Kirschholz beinhaltet sechs ausgewählte Musikstücke, welche Sie einladen ein- und auszuatmen und zu geniessen. Die Audio-Installation und die poetischen Gegenstände wurden von Sandra Löwe vom Sprachhaus M liebevoll im Zimmer verteilt. Gönnen Sie sich eine Digital-Detox-Kur: Einfach einmal abschalten.
Eine Auszeit vom «Online-Sein », um ein Bewusstsein für sein inneres Selbst zu stärken und die psychische sowie physische Ruhe bewusster wahrzunehmen und zu intensivieren. Schalten Sie Ihre Geräte beim Eintreten in das Zimmer Aufatmen auf Off. Für Ihr Natel gibt es sogar Boxen, in die Sie es legen und verschliessen können. Der gestalterische Beitrag kommt von der Studen­tin Johanna Bühler aus dem Kurs «Luxus als Experiment» an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW, Basel. In unserem pulsierenden, schnelllebigen Alltag ist die Zeit zu einem Luxusgut geworden. Dabei scheint die Empfindung zwischen realer und wahrgenommener Zeit zu schwanken. Die Zeit hat viele Geister. Entdecken Sie einige davon in vier Sanduhren im Zimmer Fröhlichkeit. Schauen Sie zu, wie der Sand durch das Glas rieselt. Die Sanduhren rieseln unterschiedlich. Gehen Sie mit diesen Sanduhren auf Entdeckungsreise: Was passiert mit Ihnen, wenn eine Sanduhr lang­samer läuft? Werden Sie nervös? Schweifen Sie ab? Auch dieser gestalterische Bei­trag stammt von Studierenden aus dem Kurs «Luxus als Experiment» der HGK, näm­lich von Manuela Dornbierer und Joanna Selinger.

 

 

Text: Barbara van der Meulen und Jay Altenbach-Hoffmann, Foto: zVg