Hofgut Birseck an der Ermitagestrasse, unweit des Arlesheimer Dorfzentrum

Foto: Christian Jaeggi

Auf mehreren Schienen zum Erfolg

Seit Jahren ist die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz abnehmend. Gründe dafür gibt es viele: Unter anderem Sparmassnahmen des Bundes, gesättigte Märkte, die mehr und mehr liberalisiert werden, und das Absinken der Produzentenpreise. 

Die Bio-Kost vom Hofgut Birseck kommt gut an

Familie Rediger bewirtschaftet das Hofgut Birseck an der Ermitagestrasse, unweit des Arlesheimer Dorfzentrums, seit 1996. «Wir setzen auf Bio, bei allen Produkten», erklärt Erich Rediger, während seine Frau Helene Kaffee und Läckerli serviert. «Genau diese hausgemachten Läckerli sind eine Ausnahme, weil es kaum sinnvoll ist, südameri­kanischen Biohonig dafür zu verwenden, wo wir hier in der Region qualitativ besseren Bienenhonig, aber leider ohne Biolabel, zur Verfügung haben», argumentiert Erich Rediger. 
Erich und Helene Rediger bewirtschaften insgesamt 32 Hektaren Land. Davon rund 2 Hektaren als Rebbau am Sonnenhang rund ums das Schloss Birseck. Die Arlesheimer Bio-Weine «Schloss Birseck», welche Redigers in acht Sorten produzieren, werden in diversen Restaurants, in ausgewählten Handlungen und im eigenen Hofladen angeboten. 

 

Hofgut Birseck an der Ermitagestrasse, unweit des Arlesheimer Dorfzentrum

 

Einen Teil des Ackerbaus, eine weitere Sparte, betreibt Erich Rediger im Sinne der althergebrachten, naturnahen Dreifelderwirt­schaft (eines der drei Felder liegt im Drei­jahresrhythmus brach). «Sommergetreide und Wintergetreide, nach genauen Vorgaben, pflanzen wir», beschreibt Rediger das vom Kanton unterstützte Langzeitprojekt. Sechs Mutterkühe für die Fleischproduk­tion und die Bewirtschaftung von rund 160 Obstbäumen runden die Ressourcen des Hofguts Birseck, welches der Stiftung Ermitage gehört, ab. Nebst den vorzüglichen Weinen kommen auch spezielle Schnäpse, vielfältige Konfitüren, feine Zöpfe und je nach Saison weitere Spezialitäten, die vorwiegend aus der Küche von Helene Rediger stammen, bei einer grossen Stammkundschaft gut an. «Jeweils am Samstagmorgen, von 09.00 bis 12.00 Uhr öffnen wir den Hofladen mit unseren frischen Bio-Erzeugnissen», informiert Helene Rediger.

Das Hofgut Birseck mit seinen idealen Räumlichkeiten ist ausserdem ein beliebter Ort für feierliche Anlässe aller Art. Besonders Hochzeitsgesellschaften nutzen dieses Angebot im Hofareal oder in der romantischen Scheune der Familie Rediger, nicht zuletzt wegen der Nähe zum Dom und zum Standesamt. «Wichtigstes Standbein aber bleibt der Weinbau, wo wir nebst einem ständigen Praktikanten zu Stosszeiten auch mehrere temporäre Aushilfen beschäftigen», sagt Erich Rediger.


Text: Martin Staub, Fotos: Christian Jaeggi