Tanz-Kaffee im Kloster ist ein Hit

Tanz-Kaffee im Kloster ist ein Hit

Ein neues, gefragtes Angebot hat Jonas Rapp, Leiter der Gastronomie im Kloster, lanciert: Der Tanz-Kaffee mit musikalischer Begleitung durch Johnny La Rose stösst auf so grosse Resonanz, dass das Refektorium für die Tänzerinnen und Tänzer teilweise gar an seine Grenzen stösst. 

Bereits zum Mittagessen im herrlichen Klostergarten haben sich Rita, Isabella, Sigi und Hansruedi getroffen. Es ist an diesem Mittwoch im Juli drückend heiss. Aber für die vier Tänzerinnen und Tänzer ist dies kein Problem. Sie treffen sich seit einiger Zeit in unterschiedlicher Besetzung an verschiedenen Tanz-Veranstaltungen und auch sonst zu gemütlichen, gemeinsamen Essen. Alle bestätigen, dass es einfach Körper, Geist und Seele gut tut, gemeinsam das Tanzbein zu schwingen. Hansruedi, der in seinem 90sten Lebensjahr steht, erzählt, dass er letztes Jahr mit Tennis habe aufhören müssen wegen seiner Knie. Aber hier beim Tanz-Kaffee geniesse er die Gemeinschaft und die Musik. Allerdings ist er später auch unter den Tanzenden auszumachen und die Knieschmerzen scheinen wie weggeblasen. Für Isabella, die Jüngste in dieser Runde, tut die Gemeinschaft gut und wenn sie diese glücklichen, aufgestellten und unternehmungslustigen Seniorinnen und Senioren sieht, nimmt es ihr die Angst vor dem Alt-Werden. «Sie sind zu mei­nen Vorbildern geworden», sagt sie und die anderen nicken aufmunternd. Aber nun ist es kurz vor 14 Uhr – Zeit zum Aufbrechen. 

 

Tanz-Kaffee im Kloster ist ein Hit

 

Weitere Veranstaltungen sind geplant

Johnny La Rose, der Sänger und Entertainer aus Blauen, ist noch daran, sein elektronisches Gerät zu installieren. Viele Plätze sind bereits mit ungeduldigen Paaren und einigen Einzelpersonen besetzt. Frauen können auch miteinander tanzen, wird mir erklärt, oder alleine, ganz nach Lust und Laune. Aber weitere tanzfreudige Männer wären erwünscht, verrät mir eine andere Tänzerin. Dann eröffnet Johnny La Rose den Nachmittag und nach kurzer Zeit ist die Tanzfläche voll. Das ganze Repertoire rauf und runter spielt der Musiker, als ob das Thermometer keine 30 Grad anzeigen würde. Von Slow Fox über Tango bis zu Rock’n’Roll kann er dank Computer spielen und live mitsingen. Beim Evergreen von Cliff Richards «Rote Lippen soll man küssen» summen einige den Refrain mit und erscheinen so jung, wie sie damals 1963 waren. Später serviert dann das Klosterteam feine Wähen zur Stärkung und für viele Tänzerinnen und Tänzer ist klar, dass sie auch beim nächsten Tanz-Kaffee wieder dabei sein werden. 
Aufgrund des grossen Interesses überlegen sich die Organisatoren, weitere Tanzveranstaltungen, vielleicht auch für am­bitionierte Tänzerinnen und Tänzer, zu organisieren. Deshalb lohnt es sich, regelmässig das BirsMagazin zu lesen oder die Homepage des Klosters Dornach zu konsultieren.
 

Text und Fotos: Jay Altenbach-Hoffmann