Andreas Hänggi, VR-Präsident (rechts) und Jan Peschel, Automatik-Ingenieur, präsentieren ihre soeben fertiggestellte Dekontaminationsanlage, die später von Apaco-Mitarbeitern in einem Pharmabetrieb montiert wird.

Andreas Hänggi, VR-Präsident (rechts) und Jan Peschel, Automatik-Ingenieur, präsentieren ihre soeben fertiggestellte Dekontaminationsanlage, die später von Apaco-Mitarbeitern in einem Pharmabetrieb montiert wird. 

Ideale Region für erfolgreiche Firmen 

Apaco AG in Grellingen ist eine gesunde Firma. Aus dem 1932 gegründeten, väterlichen Sanitär- und Spenglereibetrieb hervorgehend, wurde 1967 die Firma Apaco AG von Walter Herrli-Bener gegründet, welche sich auf die Herstellung von Apparaten und später von verfahrenstechnischen Anlagen fokussiert.

 

Der Name «Apaco» beinhalte die Verkürzung von «Apparatebau & Co», erklärt Andreas Hänggi, seit diesem Jahr VR-Prä­sident und Mitinhaber der Firma. Er ist seit 2001 bei der Apaco AG. Das BirsMagazin liess sich von Andreas Hänggi den innovativen Betrieb zeigen und wollte von ihm wissen, was er unter dem Begriff Wirtschaftsförderung versteht. 

 

Institution für erfolgreiche Startups: Eingang zum Business Park Laufental & Thierstein in Zwingen

Institution für erfolgreiche Startups: Eingang zum Business Park Laufental & Thierstein in Zwingen

 

«Für mich ist der Begriff Wirtschaftsför­derung etwas irreführend», sagt der 62-Jährige. «Ich würde eher von Standortförderung reden, wie der Kanton es bereits macht. Es geht meiner Meinung nicht darum, die Wirtschaft zu fördern – das können und sollen nur die Firmen selber –, sondern darum, junge, aber auch etablierte Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Standorten und Räumlichkeiten zu unterstützen sowie die Rahmenbedingungen laufend zu verbessern. Die Region Laufental und Schwarzbubenland bietet da mehr Vorzüge, als es auf den ersten Blick scheinen mag.» Hänggi nennt in diesem Zusammenhang unter anderem das grosse Einzugsgebiet geeigneter und zuverlässiger Arbeitskräfte, die treue Kundschaft sowie ideale Standortbedingungen, verbunden mit der Nähe zur Agglomeration Basel. Als Vorzeigefirmen weit über die Region hinaus nennt Hänggi unter anderen Ricola, CTC Analytics, Laufen Keramik, Aqua Solar AG und die Baufirma Albin Borer. «Auch im Sektor Metallbearbeitung und -verarbeitung, wie eben Apaco, sind wir in der Re­gion sehr gut und vielfältig aufgestellt», sagt Andreas Hänggi, der diesbezüglich sogar den modernen Begriff «Cluster» (Ballung) erwähnt.

 

Beispiel für gelungene Standortförderung: Bauprofile für eine bekannte Firma der Förder- und Lagertechnik,  die bald von Aesch nach Laufen zieht.

Beispiel für gelungene Standortförderung: Bauprofile für eine bekannte Firma der Förder- und Lagertechnik, die bald von Aesch nach Laufen zieht.

 

Vorzügliche Bedingungen

«Der Erfolg einer Firma steht und fällt mit der Kompetenz und dem Engagement der Führungsriege», betont Hänggi. Langfristige Bestrebungen zur Förderung der Region Laufental und Schwarzbubenland als Wirtschaftsstandort findet er aber wichtig. «Ich bin der Meinung, dass die beiden Organi­sationen Promotion Laufental und Forum Schwarzbubenland, aber auch die zahlreichen Industrie- und Gewerbevereine der Region diesbezüglich seit Jahren einen guten Job machen.» Den Wirtschaftsförderern der Region, Thomas Kübler, der heute in der gleichen Funktion beim Kanton Basel-Landschaft tätig ist, und seinem Nachfolger Thomas Boillat attestiert Hänggi hervorragende Arbeit.

 

Schweissen als Kernkompetenz. Bei der Apaco AG sind nur die besten Fachkräfte gut genug.

Schweissen als Kernkompetenz. Bei der Apaco AG sind nur die besten Fachkräfte gut genug.

 

Die beiden Business Parks in Reinach (Bu­siness Parc) und Zwingen (Business Park Laufental & Thierstein), die von den obgenannten Organisationen und Institutionen massgebend gefördert wurden und werden, leisten laut Hänggi für junge Frauen und Männer, die ein eigenes Unternehmen aufbauen wollen, ausgezeichnete Arbeit. «So können angehende Firmeninhaber mit professioneller Unterstützung lernen, einen KMU-Betrieb erfolgreich zu führen», stellt er fest. «Und mit den beiden Stützpunkten Reinach und Zwingen profitiert die Region zudem bezüglich Standortförderung, denn die jungen Firmen lassen sich vorwiegend in der Region nieder.»

 

Text und Fotos: Martin Staub