Slow up: Foto: ZvG

slowUp – gemeinsam unterwegs

Der slowUp Basel-Dreiland bietet am 16. September die grösste autofreie Strecke für alle, die gerne ohne Motor unterwegs sind. Drei für den Autoverkehr gesperrte Strecken in Deutschland, Frankreich und der Schweiz stehen den Teilnehmenden zur Verfügung.  

«Es findet jedesmal ein grosses, friedliches Fest entlang der Strecke statt», schwärmt ein Elternpaar mit ihren beiden Kindern. Anfänglich seien die Kinder noch auf dem Velositzchen mitgefahren und heute legen sie alle gemeinsam den autofreien Rundweg auf den Velos zurück. «Schon so oft haben wir am slowUp mitgemacht, dass die Kinder jetzt selber fahren können», sagt der Vater und strahlt. So wie bei dieser Familie tönt es überall bei einer Umfrage im Freundeskreis. Diejenigen, die mitmachen – und das waren in den letzten Jahren bis zu 65 000 Teilnehmende – sind begeistert.

 

Slow up: Foto: © Tobias Zumsteg

Foto: © Tobias Zumsteg

 

Der trinationale slowUp führt in der längsten Route von den insgesamt drei Routen über Riehen nach Lörrach und Weil am Rhein über die Grenze nach Frankreich. In Huningue und Saint-Louis sowie an wei­teren fünf Stationen sind Festplätze ein­gerichtet, wo es regionale Spezialitäten zu essen und Unterhaltung gibt. Auch Sanität und Velo-Reparaturservices sind jeweils an vielen Plätzen vor Ort. Und wer spontan mitmachen will, kann in Basel und Rheinfelden sogar am Sonntag noch ein Velo mieten. Jedes Jahr gibt es zudem unzählige Skater, welche den gesicherten, autofreien Rundweg unter ihre Räder nehmen. Den Teilnehmenden sind keine Grenzen gesetzt, um sich fortzubewegen, nur das Auto, das muss am slowUp in der Garage bleiben. 

 

Slow up: Foto: © Wendel Hilti

Slow up: Foto: © Wendel Hilti

Fotos: © Wendel Hilti

 

Vignette ist Ehrensache

Für die Organisatoren ist es jedes Jahr eine Herkules-Aufgabe, die vielen freiwilligen, ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu finden und sie zu instruieren. Rund 600 Personen sind für die Sicherheit im Einsatz und sorgen dafür, dass möglichst keine ­Autos die Strecke befahren und alle Beteiligten problemlos aneinander vorbeikommen. Ausserdem werden alle Anwohner mittels Schreiben rechtzeitig über die Strassensperrungen informiert. Dieser gan­ze Aufwand verursacht auch Kosten. So gilt es als Ehrensache, eine slowUp-Vignette für CHF / Euro 5.– zu kaufen und auf das Velo zu kleben. Die Vignette ist reflektierend und nützt so der Sicherheit im Verkehr. Also, rein in die Pedale und nichts wie los!
 

Text: Jay Altenbach-Hoffmann, Fotos: zVg