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Autor und Herausgeber Markus Ramseier (2. v. l.) und seine Mitautoren gemeinsam mit Bildungsdirektorin Monica Gschwind (3. v. l.), Landratspräsident Philipp Schoch (4. v. l.) und Mathias Naegelin, Leiter des Verlags Basel-Landschaft (ganz rechts) anlässli

Autor und Herausgeber Markus Ramseier (2. v. l.) und seine Mitautoren gemeinsam mit Bildungsdirektorin Monica Gschwind (3. v. l.), Landratspräsident Philipp Schoch (4. v. l.) und Mathias Naegelin, Leiter des Verlags Basel-Landschaft (ganz rechts) anlässlich der Vernissage des Baselbieter Namenbuchs

Der Flur auf der Spur

Mit dem Baselbieter Namenbuch liefert Herausgeber und Haupt­autor Markus Ramseier ein unerschöpfliches Sammelsurium an Orts- und Flurnamen aus allen 86 Baselbieter Gemeinden.

Das umfangreiche Werk, in dem drei Jahrzehnte Arbeit stecken, erzählt unzählige spannende und unterhaltsame Namengeschich­ten, die einen wichtigen Beitrag zur Identität des Kantons leisten. 

 

Wussten Sie, dass im Baselbiet an 24 Orten ein Paradies zu finden ist, aber nur 17 Mal eine Hölle? Oder dass das Ettinger Waldstück «Hannibal» auf einen Bürger zurückzuführen ist, der sich wie der gleichnamige Feldherr gebärdet haben soll? Der «Lange Samschtig» in Oberdorf geht auf eine Magd zurück, die während des Bohnen-Pflückens eingeschlafen ist. Und das «Himmelrich» in Allschwil hat sich bis zur Unkenntlichkeit entstellt aus der ursprünglichen Form «heimen cile» aus dem frühen 13. Jahrhundert: Es bedeutet das «abgegrenzte Land des Heimo». 53000 Orts- und Flurnamen und deren spannende Hintergründe aus allen 86 Baselbieter Gemeinden bietet das 6500 Seiten und sieben Bände umfassende Baselbieter Namenbuch, das neu im Verlag des Kantons Basel-Landschaft erschienen ist. Dahinter stecken drei Jahrzehnte pas­sionierter und unermüdlicher Arbeit des Baselbieter Flurnamenforschers und Schrift­stellers Markus Ramseier, seines Autorenteams und zahlreicher freiwilliger Helferinnen und Helfer.

Detektivischer Spürsinn

Wie die Flurnamen, die sich über die Jahrhunderte stets weiterentwickelten, weist auch das Werk eine äusserst lebhafte Entstehungsgeschichte auf. Neben der Auf­arbeitung der historischen Quellen in Archiven besteht die grosse Qualität des Namen­buchs darin, dass unzählige Flurnamen durch Begehungen und ausführliche Gespräche mit Bauern, Förstern und Jägern aufgeschlüsselt werden konnten. Der persönliche Kontakt zu Land und Leuten widerspiegelt sich denn auch nicht nur in den spannenden Geschichten, sondern auch in der zugänglichen Sprache, in der diese erzählt werden.

Fundgrube und Nachschlagewerk

«Gerade in einer globalisierten Welt brauchen wir die Verbundenheit zur Heimat. Das Baselbieter Namenbuch ist eine spannende Fundgrube sowie ein Nachschlagewerk zugleich», brachte es Bildungsdirektorin Monica Gschwind bei der bestens besuchten Vernissage auf den Punkt. Das Baselbieter Namenbuch ist in dieser umfassenden Form eine Premiere, die fortan dem Forschungsschatz des Kantons zugerechnet werden darf. 
Das Werk setzt sich aus je einem Band pro Bezirk zusammen. Hinzu kommen ein Einführungs- und Registerband sowie ein sogenannter Lemma-Band, der detailliert Aus­kunft gibt über die rund 4000 Bausteine, aus denen sich die 53000 Flurnamen im Baselbiet zusammensetzen, denn zahlreiche Namenelemente wie Rüti, Allmend, Lätt, Horn, Ischlag, Bünte oder Buech wiederholen sich mehrfach im ganzen Kanton. (sfe)