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Designerin Veronique Perks. Fotos: Christian Jaeggi

Designerin Veronique Perks. Fotos: Christian Jaeggi

Atelier Nique – in Arlesheim und Reinach

Seit über 25 Jahren betreibt die Designerin Veronique Perks ein Nähatelier mit einem Geschäft in Arlesheim und einem in Reinach. Welche Aufträge das Team rund um die Designerin Veronique Perks übernimmt – wir haben nachgefragt.

 

BirsMagazin: Veronique Perks, für wen betreiben Sie das Nähatelier?

Veronique Perks: Zu meiner Kundschaft zählen Männer und Frauen. Männer kommen zu uns, um ihre Kleider abzuändern. Das können Hosen sein, die wir enger oder weiter machen, Anzüge, deren Ärmel oder Hosenbeine gekürzt werden müssen. Ab und zu nähen wir auch ein neues Futter in einen Wintermantel, ersetzen einen Reissverschluss oder nähen auch ganz einfach einen Knopf an.

Wie sieht es bei den Frauen aus?

Hier können mein Team und ich aus dem Vollen schöpfen, schliesslich haben wir alle das Handwerk der Schneiderin – oder wie es heute heisst – der Bekleidungsgestalterin erlernt. Eine Mitarbeiterin in Arlesheim ist ausgebildete Schnitttechnikerin. Mit viel Herzblut entwerfe ich zusammen mit der Kundin eine Einzelanfertigung (Couture), welche wir dann aus dem ausgewählten Stoff in unserem Atelier nähen. Das ist etwas aufwändig, aber je nachdem lohnt es sich, für einen besonderen Anlass ein spezielles Kleid zu nähen. Ich bin selbst Brautmutter und habe mir schon ganz viele Gedanken gemacht, was ich an der Hochzeit meiner Tochter tragen will. Ich möchte mich in meiner Haut wohl fühlen und zudem gut aussehen.

Wenn ich etwas im Internet bestelle, aber es passt nicht – darf ich dann damit zu Ihnen kommen?

Selbstverständlich darf eine Kundin oder ein Kunde damit zu mir kommen. Das kommt des Öftern vor. Ich mache dann die Kleindungsstücke passend. Manche kommen auch mit einem Lieblingsstück, das sie gerne noch ein zweites Mal haben möchten. Aber wir nähen natürlich nicht eine 39.95-Franken-Bluse für denselben Preis ein zweites Mal. Wir fertigen ein Unikat, in welchem viel Handarbeit steckt, obwohl wir in unserem Geschäft in Reinach verschiedene Spezialmaschinen haben, welche uns die Arbeit sehr erleichtern.

 

Das freundliche Ladengeschäft in Reinach

Das freundliche Ladengeschäft in Reinach

 

Wie ist das mit Ihrer eigenen Kollektion?

Mit «perks my choice» habe ich vor fünf Jahren angefangen. Es sind Mäntel, Jacken, Kleider und Hosen, die in einer ganz kleinen Zahl bei uns im Ate­lier hergestellt werden. Ich nenne es Slow Fashion – kein Stück für nur eine Saison. Wenn einer Kundin ein Teil gefällt, kann ich es für sie nochmals nach den persönlichen Massen herstellen, solange wir den Stoff noch vorrätig haben, oder ich kann unser Modell bei uns für die Kundin passend machen.

Das Modebusiness ist hart. Wie schaffen Sie es, in diesem Business zu überleben?

Dadurch, dass wir mehrere Standbeine haben, sind wir alle immer beschäftigt. Viele nehmen unseren Änderungsservice in Anspruch wie Hosen kürzen, Abendkleider ein­nehmen oder – was wir sehr oft machen – wir verpassen dem Hochzeitskleid einer Kundin den letzten Schliff. Zwischendurch nähen meine Mitarbeiterinnen dann in Reinach an meinen Entwürfen, sei es Couture oder für mein Label «perks my choice». 
Diese Konstellation und meine langjährige Erfahrung sind einzigartig, sodass wir mit dem Swiss-Label zertifiziert wurden. Es steht für Produkte, die ausschliesslich in der Schweiz hergestellt werden. (jah)