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GSR, Foto: zVg

Fotos: zVg

Gestärkt fürs Leben

Kommunikationsfähigkeit ist die Schlüsselkompetenz für eine erfolgreiche Entwicklung des Kindes. Bei der GSR (Zentrum für Gehör, Sprache und Kommunikation) wird jedes Kind individuell nach seinen Fähigkeiten und gezielt im Fachzentrum in Aesch, zuhause oder in der Schule gefördert. 

 

Eine fröhliche Kinderschar ist ins gemeinsame Rollenspiel vertieft. Manchmal wird es lauter und einzelne Sätze der Spielabsprachen und Dialoge können gut verstanden werden. Manchmal folgen leisere Sequenzen, dazwischen immer wieder Gelächter. Ein einzelnes Kind hält sich auf Distanz und ist mit seinen Legosteinen beschäftigt. Es schaut gelegentlich zur Kindergruppe hinüber, um dann für sich weiterzuspielen. Vielleicht ist das eine ganz alltägliche Situation. Vielleicht hat das Kind aber auch eine Hörbeeinträchtigung? Oder eine spezifische Spracherwerbsstörung? Oder eine Auffälligkeit aus dem Bereich der Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)?

 

Ohne dass wir mehr über das Kind wissen, fällt auf, dass es nicht in die Kommunikation eingebunden ist. Kann es die anderen Kinder vielleicht nicht hören oder fehlen ihm die grundlegenden Kommunikationsformen, die es für das Mitspielen brauchen würde? Oder gibt ihm die Distanz erst die nötige Sicherheit, um die Anwesenheit der anderen Kinder zu tolerieren?

Rechtzeitige Abklärung

Beeinträchtigungen der Kommunikation sind nicht auf den ersten Blick erkennbar und können unterschiedlichste Erscheinungsformen haben. Allen gemeinsam ist der Bedarf einer fundierten, fachspezifischen Abklärung, um dem Kind frühzeitig die adäquate Förderung und Unterstützung ermöglichen zu können. Bei Kindern mit einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung, die zu einer ASS führt, fällt den Eltern oft schon früh auf, dass sich das Kind nicht einfach verzögert entwickelt, sondern dass seine Entwicklung im Vergleich zu anderen Kindern anders verläuft. Oft entwickeln die Kinder ausgeprägte Vorlieben, die das soziale Miteinander innerhalb einer Familie, in der Nachbarschaft oder Kindergruppe auf eine harte Probe stellen. Schreianfälle, untröstliches Weinen, eine unerklärliche Schüchternheit oder stereotype Bewegungen sind gar nicht so einfach als Kommunikationsversuch zu erkennen, der aus bestimmten Gründen noch nicht gelingt. Das Kind sucht nach einer Struktur und nach Regeln, die ihm seine Welt ordnen und in seinem Inneren Ruhe einkehren lassen. Für Eltern ist es schmerzhaft, in diesen belastenden Situationen kritisch beäugt und für erziehungsschwach gehalten zu werden. 

Diagnose ist Bestätigung der Zweifel

Dieses Unverständnis erleben auch Eltern von kleinen Kindern mit Hörbeeinträchtigungen. Vielleicht hält sich das kleine Kind nicht an Regeln, die ihm soeben in Erinnerung gerufen wurden oder es reagiert panisch auf das korrigierende Eingreifen seiner Eltern – weil die Kommunikation nicht in ausreichendem Masse sichergestellt werden konnte. Dasselbe kann sich abspielen, wenn ein Kind in seinem Spracherwerb so schwer auffällig ist, dass die gutgemeinte Vertröstung «gib ihm Zeit, das kommt schon noch» nicht zutrifft und die verstreichende Zeit das Problem verschärft. Die Kinder brauchen so früh wie möglich eine spezifische Förderung. 

 

Erste Ansprechperson sind in allen Fällen die Kinderärzte, die die Familien zur differenzierten Abklärung weiterleiten. Häufig  wird es als grosse Erleichterung erlebt, wenn eine Diagnose die nötigen Erklärungen liefert, weshalb das Kind in seinem Kommunikationsverhalten so auffällig ist. Je älter die Kinder werden, bis sie die adäquate Förderung erhalten, desto mehr Handlungsfelder der Kinder sind schon betroffen. Misserfolge im gemeinsamen Spiel, Ausgeschlossen-Sein, schulisches Versagen und eine zunehmende Scheu vor Begegnungen können die Folgen sein. 

Hilfen für den Alltag

In der gezielten Förderung, die die Kinder an den drei Abteilungen der GSR – an der Sprachheilschule, am Autismuszentrum und am Audiopädagogischen Dienst – erhalten, wird systematisch am Abbau der Schwächen gearbeitet, damit die Kinder sich immer erfolgreicher als kommunikationskompetent und eigenwirksam erleben können. In hoch individualisierten Förder- und Unterstützungssettings erhält jedes Kind seine adäquate Förderung, die ihm langfristig eine maximale begabungsgemässe Teilhabe ermöglicht. Zur individualisierten Vorgehensweise gehört, dass die Förderung je nach Beeinträchtigung und Alter beim Kind zuhause, am regionalen Schul-/Ausbildungsort oder an der GSR erfolgt. 

 

«Gestärkt fürs Leben» beschreibt die individualisierte Förderung, die den Kindern ermöglicht, sich zu eigenverantwortlichen Jugendlichen zu entwickeln. Zur umfassenden Förderung gehört auch, dass die Beeinträchtigungen in die eigene Identität integriert werden können und mit geschickten Kompensationstechniken im Alltag in den Hintergrund rücken. So werden langfristig die Grundlagen für eine erfolgreiche Berufsbildung gelegt. Denn der Schlüssel zum persönlichen Erfolg heisst «Kommunikationsfähigkeit».