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Jason Joseph, Foto: Christian Jaeggi

Fotos: Christian Jaeggi

«Morgen will ich besser sein als heute»

Der Oberwiler Hürdenläufer Jason Joseph (19) krönte das vergangene Jahr mit dem Europameistertitel. Nun strebt das Mitglied des Baselbieter Olympiateams die ersten Erfolge bei der Elite an – und natürlich die Olympischen Spiele in Tokio 2020.

 

«Schon wieder Fotos. Trainierst du auch mal wieder?», sagt ein vorbeijoggender Teenager lachend. Man hat sich hier auf der Sportanlage Känelmatte in Therwil an die Medienpräsenz rund um das Aushängeschild Jason Joseph gewöhnt. Ein Lächeln huscht über das Gesicht des Ausnahme-Leichtathleten, dann widmet er sich wieder geduldig dem Fotoshooting und dem Interview. An die Presse musste er sich gewöhnen, seitdem er nach mehreren Schweizer Meistertiteln und Rekorden im Juli 2017 auch noch den Europameistertitel über 110-Meter-Hürden in seiner Alterskategorie abgeräumt hat. Ausgerechnet die für Athleten so wichtige Medienpräsenz hätte Jason Joseph fast aus der Bahn geworfen. «Ich war den Rummel um meine Person nicht gewohnt und hatte einen richtigen Durchhänger», erinnert er sich. 

 

Heute übernimmt seine Mutter sein Management und sorgt dafür, dass Training, Bildung und Medienpräsenz auf der Agenda harmonieren. Sieben bis acht Mal pro Woche trainiert der 19-Jährige und absolviert zurzeit seinen Abschluss in der Sportklasse der Wirtschaftsmittelschule in Reinach. 

Wille zur Challenge

Die Lust und Freude an der Bewegung war schon immer da. Schon in jungen Jahren spielte Jason Joseph Fussball, Eishockey und probierte Breakdance und Karate aus. Im Alter von elf Jahren erkannte der damalige Klassenlehrer seine erdrückende Überlegenheit in Sachen Leichtathletik und riet zur Fokussierung auf diesen Sport. Warum der Entscheid für einen Einzelsport statt einen Mannschaftssport? «Ich habe ein ausgezeichnetes Team um mich herum, aber auf der Bahn bin ich ganz allein für den Erfolg verantwortlich – niemand anders», sagt Joseph. Dieser Hunger auf Verantwortung und der unbedingte Wille zur Challenge zeichnen ihn aus. «Morgen will ich besser sein als heute», heisst seine Philosophie. Sein Siegeswille gipfelte im vergangenen Jahr in spektakulären Erfolgen inklusive U20-Europameistertitel – und dies nach einer 16-monatigen Verletzungspause.

Eine grosse Hürde

Für seine hervorragenden Leistungen 2017 wurde Jason Joseph mit dem Nachwuchspreis der Schweizer Sporthilfe ausgezeichnet – als erster Einzelsportler aus dem Baselbiet überhaupt in der 37-jährigen Geschichte dieses Preises. Für die Förderung, die er auf seinem Weg zum globalen Spitzenathleten erfährt, ist er sehr dankbar. Unter anderem ist er Mitglied des Baselbieter Olympiateams des Sportamtes Baselland. Die entsprechende Förderung ist dafür verantwortlich, dass er die Sportklasse besuchen und neben genug Zeit fürs Training auch einen Bildungsabschluss machen kann. 

 

Mit dem bisher Erreichten muss Jason Joseph keinen Hehl daraus machen, dass sein grosses Ziel die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio ist. Doch bereits Anfang August steht ein weiterer Meilenstein an: An den Europameisterschaften in Berlin wird sich Jason Joseph, zwei Monate vor seinem 20. Geburtstag, zum ersten Mal mit der Eliteklasse messen und kommt so definitiv in der Welt der Erwachsenen an. Eines ist klar: Das vergangene Jahr zu toppen, wird eine hohe Hürde. (sfe)