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Spedlogswiss. Fotos: © ernyvetsch.ch

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Attraktivität einer oft unterschätzten Branche

SPEDLOGSWISS ist der Dachverband der international tätigen Speditions- und Logistikunternehmen in der Schweiz. Er vertritt die Interessen von über 330 Mitgliedsfirmen aus Spedition und Logistik. Aber was genau machen Speditions- und Logistikunternehmen, resp. was macht ein Spediteur und wie agiert er im globalen Umfeld? 

 

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Der Spediteur ist der «Architekt» des Gütertransports. Er führt Transporte in der Regel nicht selber durch, sondern hält die Fäden in der Hand, organisiert alles Notwendige für einen reibungslosen Transport und stellt damit sicher, dass der Schweizer Aussenhandel funktioniert. Und er trägt wesentlich zur internationalen Entwicklung der Wirtschaft bei. Zwei Tatsachen, die dem breiten Publikum oft zu wenig bewusst sind.  

 

Spedlogswiss. Fotos: © ernyvetsch.ch

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Der Spediteur erbringt sämtliche Dienstleistungen in Bezug auf die Beförderung (mit den vier Verkehrsträgern Schiff, Bahn, Flugzeug, LKW), Konsolidierung, Lagerung, Umschlag, Abfertigung, Verpackung oder Umverteilung von Gütern sowie ergänzende beratende Dienstleistungen in Verbindung damit. Speditionsdienstleistungen schliessen auch Logistikdienstleistungen mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien mit ein, und zwar im Zusammenhang mit der Beförderung, Lagerung oder Abfertigung von Waren und der Bewirtschaftung der gesamten Versorgungskette. Somit stellt der Spediteur ein wichtiges Glied in der gesamten Logistikkette dar. Ohne ihn würden die Bananen aus den tropischen Ländern nie den Weg in die Regale der Detailhändler finden. Ohne ihn fehlten Ersatzteile für Lokomotiven oder stünden die Turbinenräder von Wasserkraftwerken nach einiger Zeit still. Auch wäre der Online-Einkauf von Privatpersonen via e-commerce nicht möglich. Der Beruf des Spediteurs ist international und äusserst vielfältig (siehe Interview mit Thomas Suter, Leiter Bereich Bildung SPEDLOGSWISS).

Grund- und Weiterbildung als zentraler Erfolgsfaktor

Die Branche indes wird oft unterschätzt. Die breite Öffentlichkeit ist sich oft nicht bewusst, dass der Beruf des Spediteurs ein kaufmännischer ist. Diese Bewusstmachung und Förderung des Images der Branche ist auch eine Kernaufgabe des Branchenverbands. Er engagiert sich zusammen mit Kantonen und Verbänden bei Werbekampagnen, die der Öffentlichkeit die Bedeutung der Spedition und Logistik im gesellschaftlichen Alltag aufzeigen. 
Schwerpunktmässig ist der Verband im Bereich Bildung tätig. Er ist eine vom Bund anerkannte Ausbildungs- und Prüfungsinstitution. Sie bildet zusammen mit ihren acht Sektionen schweizweit im Rahmen der 3-jährigen kaufmännischen Grundbildung rund 600 junge Speditionskaufleute aus. Im Bereich Weiterbildung mit eidgenössischem Abschluss bietet der Verband die Ausbildungen zum Fachmann/zur Fach­frau Internationale Spedition und Logistik sowie zum eidg. dipl. Zolldeklaranten an. 

 

Spedlogswiss. Fotos: © ernyvetsch.ch

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Starker Standort Nordwestschweiz 

Dass die Region Nordwestschweiz für die Schweizer Speditionsbranche die bedeutendste ist, hat mitunter historische Gründe. Die grosse Bedeutung der Region Basel für Transport, Spedition und Handel beginnt im frühen Altertum: Schon damals lag Basel im Schnittpunkt wichtiger Handelswege. Ob Kelten, Römer, Alemannen, Franken oder Burgunder, alle trugen zur wirtschaftlichen Bedeutung Basels bei. Bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde in Basel eine Rheinbrücke gebaut. Sie war die erste Rheinbrücke flussabwärts. Bis zur Nordsee stand keine weitere Brücke über den Rhein. Im 14. Jahrhundert wurde die Gotthardroute erschlossen, welche insbesondere in Basel dazu führte, dass sich erste Unternehmen bildeten, welche sich ausschliesslich mit dem Gütertransport beschäftigten. 1471 erhielt Basel das Messerecht, was den internationalen Warenhandel massgeblich förderte und damit zu einem zusätzlichen Nährboden für die Speditionsbranche in Basel wurde. Es erstaunt deshalb nicht, dass die ersten organisierten Zusammenschlüsse von Speditionsunternehmen in Basel erfolgten: Der «Verband Basler Spediteure» (heute: SPEDLOGSWISS Nordwestschweiz) wurde 1882 gegründet und ist damit vermutlich der älteste Speditionsverband weltweit. Die Speditionsbranche ist somit seit jeher sehr stark in unserer Region verwurzelt. Heute zeigt sich dies beispielsweise daran, dass die Logistikbranche des Kantons Basel-Stadt als eine der Leitbranchen definiert wurde. Konkrete Zahlen belegen die Richtigkeit dieses Entscheides. Nimmt man die Zahlen der Speditionswirtschaft, der Logistik und der innerbetrieblichen Logistik bei hier ansässigen Export- und Import­firmen zusammen, so sprechen wir von 18 000 Beschäftigten, welche massgebliche 11 % der Bruttowertschöpfung für die Region Basel erwirtschaften. Anders ausgedrückt: Die Logistik trägt mit mehr als 150 000 Schweizer Franken pro Beschäftigten und Jahr erheblich zur Nettowertschöpfung in der Region Basel bei. Gemäss einer Studie der Universität St. Gallen ist dies nur möglich, weil in der Region ein hohes Niveau an Ausbildungslehrgängen in Spedition und Logistik verfügbar ist. In der Region Basel wird fast die Hälfte aller kaufmännisch Lernenden der Schweiz ausgebildet. Für den Schweizer Aussenhandel ist die Region Basel sowohl bei tonnenmässiger als auch bei wertmässiger Betrachtung der Im- und Exporte die bedeutendste Grenzregion der Schweiz. Je nach Betrachtung von Werten oder Mengen bewegen sich die Anteile unserer Region am ge­samten Schweizer Aussenhandel zwischen 30 % und mehr als 40 %. Die Bedeutung des Welthandels nimmt zu, die rasant steigende Bedeutung von e-commerce bewirkt gleichzeitig eine stetig steigende Bedeutung der Speditionsbranche. Das Kerngeschäft unserer Verbandsmitglieder inklusive Zolldienstleistung wächst mit der Bedeutung des Welthandels mit. Die Zukunftsaussichten unserer Berufsleute werden als sehr gut bezeichnet.

 

Spedlogswiss. Fotos: © ernyvetsch.ch

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SPEDLOGSWISS Nordwestschweiz vernetzt sich innerhalb strategischer Partnerschaften mit anderen Verbänden. So sind wir Mitglied der Handelskammer beider Basel HKBB und bringen uns als einer der führenden Organisationen in der Trägerschaft des «Logistikcluster Region Basel» ein, im Vorstand des Arbeitgeberverbandes Basel, beim Verein Regio Basiliensis oder bei der Verkehrsdrehscheibe Schweiz. (jm)