Martin Jenni, Redaktionsleitung. Foto: Christian Jaeggi

Martin Jenni, Redaktionsleitung. Foto: Christian Jaeggi

Erinnern Sie sich noch ans Cola-Fröschli, an die Tiki-Brause oder – Sie sehen ja, was an meinem Gaumen klebt – an den Fünfermocke. Offiziell hatten damals diese Objekte der Begierde in meinem Mund nichts zu suchen. Ich wurde gesund ernährt, ohne Zuckerbrot und Co. Dafür mit viel Früchten und mit dem Pausen­apfel in der Schule, der das Leben ja nicht ge­rade versüsste. Von meinen drei Enkelkindern weiss ich, dass sie brav sind und keinen 50-Rappen-Mocke kaufen, geschweige denn Gummi­bärchen, und auch ihr Opi bringt keine mit, will er es doch mit ihren Eltern nicht verscherzen.

Ja, die Gepflogenheiten haben sich in den letzten 60 Jahren geändert. Mit mehr Ordnung und Reglementierung. Das sieht auch Andreas Thiel in seiner Kolumne so, nur sind es bei ihm noch keine 60 Jahre her. Wie schlecht es um unsere regionalen Wälder steht, weiss Isabelle Hitz. Sie zeigt aber auch auf, wie unsere Jugend mit diversen nachhaltigen Aktionen positive Zeichen setzt, die in unserer Frühlingsausgabe eh den Fokus besetzt. Sabina Haas hat die junge Landwirtin Annekäthi Schaffter in Metzerlen besucht, die den Hof ihrer Eltern übernommen hat, da keiner ihrer vier Brüder etwas von der Landwirtschaft wissen wollen. Unsere Redaktorin besuchte auch die Geschwister Weber in Reigoldswil, die intensiv jodeln, Alphorn und Schwyzerörgeli spielen und sich zur Folklore bekennen. Dies nicht etwa im gesetzten Alter, sondern mit jugendlichen 20, 23 und 24 Jahren. Zu Gast waren wir auch bei der sechszehnjährigen Annina Jenzer, die uns beim Salsiccia-Risotto-Kochen erklärte, warum sie sich nicht zur Kindergärtnerin, sondern zur Metzgerin ausbilden lässt. Was es mit der Aussage «La jeunesse n’existe pas» auf sich hat, lesen Sie bei Niggi Ullrich nach, und wie das Goetheanum  den Faust verjüngt, hat Jürg Seiberth im Gespräch mit Regisseurin Andrea Pfaehler erfahren. Und sonst? Jürg Erni hat die Kaderschmiede für Opern­gesang im Theater Basel besucht und Sarah Ganzmann hat sich mit den Jungpolitikerinnen Jo Vergeat und Nicole Roth unterhalten, während Simon Eglin uns in die Nachwuchs-Welt des Basketballs einführt. Viel Vergnügen mit unserer Jugend.


Nebenbei: Bitte vergewissern Sie sich jeweils, liebe Leserin, lieber Leser, ob die von uns empfohlenen Ausstellungen und Aufführungen aufgrund der von den Behörden veranlassten Vorschriften auch tatsächlich stattfinden.

 

Martin Jenni, Redaktionsleitung