Johann Rudolf Meier, Unternehmensleitung Berest Gruppe

Johann Rudolf Meier, Unternehmensleitung Berest Gruppe

 

 

Lockdown gut gemeistert

Der Unternehmensleiter der Berest Gruppe, Hansruedi Meier, steht der Kloster-Gastronomie und Hotellerie mit seinem Unternehmen schon seit langem zur Seite. Während des Covid-19-Lockdowns konnte sich der Stiftungsrat auf das grosse Wissen der Fachleute verlassen. 

 

BirsMagazin: Herr Meier, waren Sie im Homeoffice?

Johann Rudolf Meier: Nein, ich habe ein eigenes Büro und bin sehr viel unterwegs. Die letzten acht Wochen habe ich gearbeitet und mich um unsere Betriebe gekümmert, das war wichtiger.

 

War Ihr Betrieb von Covid-19-Erkrankungen betroffen?

Von unseren 250 Mitarbeitenden sind tatsächlich mehrere Leute, vor allem aus dem Elsass, erkrankt. Alle sind unterdessen wieder gesund. Eine Mitarbeiterin war vorher schon wegen einer anderen Erkrankung krankgeschrieben, den anderen Mitarbeitern geht es den Umständen entsprechend gut. 

 

Mussten Sie in der Berest Gruppe Änderungen einführen?

Unsere Mitarbeiterinnen in der Lohnbuchhaltung haben wir einerseits aufgestockt und andererseits in zwei Gruppen aufgeteilt und sie an unterschiedlichen Orten arbeiten lassen. Da für sämtliche Gastronomiebetriebe Kurzarbeit angemeldet wurde, waren sie sehr gefordert. 

 

Was war die grösste Herausforderung?

Als es klar wurde, dass eine Schliessung der Gastronomiebetriebe im Raum stand, haben unsere Mitarbeitenden und ich zuerst die Versicherungsverträge konsultiert und uns mit den Teams in den diversen Betrieben abgesprochen. Diese sind zum Glück alle gegen Pandemie versichert.

 

Dann wurden alle Mitarbeitenden auf Kurzarbeit gesetzt und die Betriebe mit möglichst wenig Warenverlust heruntergefahren. Schwieriger wird es jetzt, die Betriebe unter Berücksichtigung aller Vorschriften wieder hochzufahren und rentabel zu führen. 

 

Wie sieht das für das Kloster Dornach aus?

Zum Glück ist das Kloster so gross. Da können wir auch bei schlechtem Wetter für genügend Abstand zwischen den Gästen sorgen. Alle geben ihr Bestes und wir hoffen auf die Akzeptanz unserer Gäste, dass nicht immer alles verfügbar ist. Auch unsere Lieferanten müssen ihr Angebot jetzt wieder für die ganze Gastronomie hochfahren und dies ist ein schwieriges Unterfangen.

 

Sie haben eine Hilfsaktion: «Hilf dinnere Beiz!» lanciert. Wie lief die Aktion?

Ich bin sehr zufrieden damit. Wir haben Gutscheine im Wert von rund 250 000 Franken für unsere Betriebe verkauft. 

 

Gratulation – das ist ein super Resultat. Schön, dass die Berest Gruppe dies für die Betriebe organisiert hat und zudem selber finanzielle Unterstützung leistet. Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit und vielen Dank für das Gespräch.

 

 

Text und Foto: Jay Altenbach-Hoffmann