Martin Hülsemann

Martin Hülsemann

«Gemeinsam das Kloster weiterbringen»

Seit einem Jahr ist Martin Hülsemann Leiter der Restauration. Zeit, den Sauerländer zu Wort kommen zu lassen. 

 

BirsMagazin: Herr Hülsemann, verstehen Sie Schweizerdeutsch?

Martin Hülsemann: Kein Problem! Ich bin schon seit längerer Zeit in der Schweiz unterwegs, verstehe alles, aber habe mich entschieden, weiterhin Schriftdeutsch zu sprechen. 

 

Was hat Sie bewogen in der Gastronomie zu arbeiten?

Mit etwa acht Jahren besuchten wir ein Restaurant und es faszinierte mich, wie das Personal gearbeitet hat. Mir gefällt es dort zu arbeiten, wo andere gemütlich zusammensitzen und Essen oder Urlaub machen. Als Zivildienstleistender war ich in der Psychiatrie, und in einem Schulpraktikum habe ich den Förster bei seiner Arbeit begleitet, aber mir hat die Gastronomie immer besser gefallen. 

 

Welchen Ausbildungsweg haben Sie gewählt?

Zuerst habe ich eine dreijährige Lehre zum Hotelfachmann absolviert. Ich habe im Service, in der Rezeption und in der Küche gearbeitet. Nach einigen Jahren in verschiedenen Hotels und in verschiedenen Funktionen bin ich an die Hotelfachschule in Heidelberg. Die Ausbildung zum Hotelbetriebswirt entspricht in etwa derjenigen der Hotelfachschule in Luzern. 

 

Wie kommen Sie zum Kloster Dornach? 

Ich wohne schon länger in der Gegend und habe gehört, dass im Kloster ein Mitarbeiter für die Restauration gesucht wurde. Da habe ich mich beworben. Mir gefällt das Kloster, und das Team hat mich sehr freundlich aufgenommen. Ausserdem finde ich es toll, sich gemeinsam für das Kloster zu engagieren und das Kloster weiterzubringen. Wir arbeiten gemeinsam für eine gute Sache und nicht für einen Inhaber, das gefällt mir. 

 

Wie haben Sie die Wiedereröffnung des Klosters nach dem Lockdown erlebt?

Es ist schön zu sehen, wie die Leute es bei uns im Kloster geniessen. Kürzlich hatten wir eine Gesellschaft, die zum Mittagessen kam und bis abends sitzen geblieben ist. Ich freue mich, dass die Leute weiterhin Vertrauen ins Kloster haben und bei uns essen. Und wir versuchen Ihnen auch das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln und halten uns alle an die Covid19-Regeln. Anfänglich war es noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber in der Zwischenzeit haben wir die Abläufe intus und es läuft schon fast automatisch.

 

Ich habe von Hotelgästen gehört, dass Sie auch Ausflugstipps geben?

Mir persönlich gefällt es an der Birs sehr gut. Aber ich finde, Gäste sollten unbedingt in Arlesheim in die Ermitage, den Dom anschauen oder das Goetheanum besuchen. Die Gegend hat so viel zu bieten. 

 

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Text: Jay Altenbach-Hoffmann, Foto: Simon Mader