Publireportage

Tabea Gloor konnte ihr Blumengeschäft später als geplant eröffnen.

Tabea Gloor konnte ihr Blumengeschäft später als geplant eröffnen. Fotos: Christian Jaeggi

 

In «Arlese» sind 100 Franken plötzlich 120 Franken wert

 

Mit dem «Arleser Bon» und einer Werbekampagne fördert der Arlesheimer Gewerbe- und Industrieverein (AGIV) das lokale Gewerbe. Wer 100 Franken bezahlt, erhält einen Bon für 120 Franken. So will der AGIV über 100 000 Franken Umsatz für die Dorfgeschäfte generieren.

 

Für die Floristin Tabea Gloor kam die Krise zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Rund zwei Wochen, bevor sie an der Ermitagestrasse 14 in Arlesheim ihren ersten eigenen Blumenladen mit dem Namen «Gillenia Floristik» eröffnen wollte, verhängte der Bundesrat den Lockdown über der Schweiz. «Zuerst war das ein Riesenschock», erzählt Tabea Gloor. Sie wusste längere Zeit nicht, ob und wann sie ihren Laden eröffnen kann. Ihr Traum, sich selbständig zu machen, war ernsthaft in Gefahr.

 

Doch die Floristin liess sich nicht beirren. Sie gestaltete ihr Schaufenster immer wieder neu, führte Lieferungen durch, bewarb ihren Blumenladen auf sozialen Medien. Und jetzt, seit der Laden definitiv offen ist, läuft es rund. «Ich bin sehr zufrieden», erklärt Tabea Gloor und betont, das Fest zur Eröffnung sei nur verschoben, aber nicht aufgehoben.

 

Ein maximaler Start

Die Geschenke- und Wohnboutique Maximal am Dorfplatz 11 in Arlesheim ist nach dem Lockdown am 11. Mai sehr erfolgreich gestartet. «In den ersten Tagen wurden wir förmlich überrannt. Wir durften viele fröhliche Kundinnen und Kunden begrüssen und haben gute Umsätze gemacht», sagt Inhaberin Marlis Hofer. Es ge-be ein Nachholbedürfnis bei der Kundschaft. Sehr gefreut hat  sie sich über die grosszügige Unterstützung des Arlesheimer Gewerbe- und Industrievereins (AGIV) im Rahmen der «Arlese Bons». «Das ist eine sehr tolle Idee», sagt Marlis Hofer. Erste Bons seien bereits eingelöst worden. Die Aktion mit den «Arlese Bons» sei sehr gut angelaufen, stellt auch AGIV-Präsident Philipp Hägeli zufrieden fest. Wer einen Bon für 50 Franken kauft, kann im Wert von 60 Franken in Arlesheim einkaufen. Je 10 Prozent des Werts bezahlen die Gemeinde und der AGIV. Weiter sind Bons im Wert von 120, 240 und 600 Franken erhältlich. Mit dieser Aktion rechnet Hägeli, über 100 000 Franken Umsatz für das Dorf zu generieren.

 

Marlis Hofer wurde in ihrem Geschenkladen von Kunden überrannt.

Marlis Hofer wurde in ihrem Geschenkladen von Kunden überrannt.

 

Begleitet wird die Aktion von einer Plakatkampagne unter dem Motto «Dänk ans Gwärb und blyb lokal. Dänk an Arlese». Mit der Kampagne, zu der auch T-Shirts gehören, wird die Bevölkerung dazu animiert, vor Ort einzukaufen und lokale Unternehmen zu berücksichtigen. Dass die Werbeagentur Startbahnwest AG die Kampagne kostenlos realisiert hat, ist für Hägeli ein starkes Zeichen. Während der Krise habe er ohnehin eine grosse Solidarität erlebt. «Die allermeisten waren sofort einverstanden, bei den Bons mitzumachen.»

 

Gründe, in Arlesheim einzukaufen, gebe es sowieso genug, sagt Hägeli. «Bei uns in Arlesheim bekommt man alles, was man braucht. Die Ladenbetreiberinnen und Ladenbetreiber haben Zeit für eine ausführliche Beratung, und man kann in schöner Atmosphäre einkaufen.» Nicht zuletzt könnten beim Einkaufen die sozialen Kontakte gepflegt werden, was gerade in Krisenzeiten sehr wichtig sei, betont Hägeli.

 

Bei Oli Wintsch im Restaurant Classico läufts wieder rund.

Bei Oli Wintsch im Restaurant Classico läufts wieder rund.

 

«Können vernünftig arbeiten»

Wirt Oli Wintsch kann da nur beipflichten. «Soziale Kontakte sind sehr wichtig.» Seit der Wiedereröffnung am 11. Mai läuft es rund im Restaurant Classico an der Neumattstrasse 2 in Arlesheim. «Ich habe nie daran gezweifelt, dass die Gäste wieder kommen. Wir haben 98 Prozent Stammgäste», sagt Wintsch. Drinnen kann er nur 60 statt 100 Tische anbieten, in der Gartenbeiz sind es die üblichen 60 Tische. «So können wir vernünftig arbeiten.» (zen)