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Knie- oder Hüftgelenk tun weh? Zwei Orthopäden helfen

Seit Mai 2019 arbeiten Dr. Christoph Holenstein und Dr. Roland Mendelin im neu erstellten Bethesda Park zusammen unter einem Dach. Mit innovativen Operationsmethoden helfen die Fachärzte für orthopädische Chirurgie mit, die Erfolgsquoten in der Hüft- und Knieprothetik ständig zu verbessern. Sie operieren jedoch nur, wenn es wirklich nötig ist und nicht-operative Massnahmen ausgeschöpft sind.

 

Enge Zusammenarbeit: Roland Mendelin und Sabina Droll von der OCG. Fotos: Christian Jaeggi

Enge Zusammenarbeit: Roland Mendelin und Sabina Droll von der OCG. Fotos: Christian Jaeggi

 

Das OCB-Trio: Christoph Holenstein, Melanie Hoyer und Sandra Rebmann.

Das OCB-Trio: Christoph Holenstein, Melanie Hoyer und Sandra Rebmann. Fotos: Christian Jaeggi

 

Rolf Zenklusen: Herr Mendelin und Herr Holenstein, vor sechs Monaten haben Sie Ihre orthopädischen Praxen im Bethesda Park zusammengelegt. Wie haben die Patienten darauf reagiert?

Dr. Roland Mendelin: Wir haben durchwegs positive Reaktionen erhalten. Dank der Zusammenarbeit unter einem Dach stehen wir im ständigen Austausch, was für die Patienten nur Vorteile bringt.
Dr. Christoph Holenstein: Ja, wir tauschen uns zum Beispiel über die Operations­methoden aus, übernehmen die Ferienvertretungen, assistieren uns gegenseitig bei den Eingriffen und wechseln uns an den Wochenenden bei den Patientenbesuchen ab. Beide bieten das ganze Spektrum der Knie- und Hüftprothetik an, wobei wir die politisch geforderten Fallzahlen problemlos erreichen. Zusammen mit den eingespielten OP-Teams der Merian Iselin Klinik führt dies zu sehr niedrigen Komplikationsraten. Zudem hat sich Dr. Mendelin auf zwei moderne Operationsmethoden spezialisiert: Einerseits bietet er am Knie pati­entenspezifische Ausmessungen mit dem 3D-Drucker an. Andererseits arbeitet er an der Hüfte mit dem vorderen, minimal invasiven Zugang AMIS®. Meinerseits verwende ich bei der Hüfte routinemässig den sogenannten hinteren Zugang, der sich für primäre, aber auch bestens für Revisions-/Wechsel-Eingriffe eignet. 
Dr. Mendelin: Ich war Ende 2005 in Basel der erste, der an der Hüfte routinemässig mit dem minimal invasiven Zugang AMIS®, dem kleinen Schnitt, begonnen hat. Bei dieser Methode werden keine Sehnen oder Muskeln durchtrennt, und die Patienten kommen schnell wieder auf die Beine.

Herr Mendelin, wie eben genannt, kommt bei Ihnen in der Knieprothetik auch ein 3-D-Drucker zum Einsatz.

Dr. Mendelin: Ja, als einer der wenigen in Basel arbeite ich bereits seit 2012 mit ste­rilen Schablonen aus 3-D-Druckern. Mit diesen personalisierten Sägelehren, die direkt am Patientenknie angebracht werden, können die Knochenenden millimetergenau für die Prothese vorbereitet werden. Zusätzlich verkürzt diese Methode die Operationszeit. 

 

Neue, innovative Methode: Für den millimetergenauen Einbau von Knieprothesen arbeitet Dr. Mendelin  mit personalisierten Schablonen (hier Modell eines Knieanteiles mit dazugehöriger Lehre). Foto: © Medacta

Neue, innovative Methode: Für den millimetergenauen Einbau von Knieprothesen arbeitet Dr. Mendelin  mit personalisierten Schablonen (hier Modell eines Knieanteiles mit dazugehöriger Lehre). Foto: © Medacta

 

Wie hoch ist die Erfolgsquote bei den Operationen?

Dr. Holenstein: Nach Hüftprothesenoperationen sind die allermeisten Patienten körperlich nicht mehr eingeschränkt, inklusive Sport! Bei Knieprothesen sieht die Situa­tion anders aus: Weltweit haben über 10 Prozent der Patientinnen und Patienten nach dem Eingriff Restbeschwerden. Mit den oben erwähnten modernen Methoden wird versucht, diese Quote zu senken. 

Werden Sie auch für Revisionen zu Rate gezogen?

Dr. Holenstein: Ja, wir behandeln und be­raten immer wieder Patienten, bei denen die Prothese abgenutzt ist oder nicht richtig funktioniert. Für Revisions­eingriffe gilt  aber dasselbe wie für Erst­eingriffe: Zurückhaltung mit der Operationsindikation, besonders bei sogenannt schmerzhaften Knieprothesen! Beschwerden, Revision und in Aussicht gestellte Verbesserung müs­-sen in adäquatem Verhältnis zueinander stehen. 

Sie handeln nach der Devise «Operieren nur wenn nötig». Was heisst das genau?

Dr. Mendelin: Wir empfehlen eine Opera­tion erst, wenn konservative Methoden wie Physiotherapie, Schmerzmittel oder Injektionen ausgeschöpft sind, der Patient weiter stark in seiner Lebensqualität ein­geschränkt oder das Risiko von Begleitschäden zu hoch ist. Wir führen intensive Gespräche mit unseren Patienten, letztlich entscheiden diese, welche Therapie wir durchführen, insbesondere auch, ob und wann ein Eingriff erfolgen soll. 
Dr. Holenstein: Der Leidensdruck muss hoch sein. Wenn jemand noch seine geliebten 18 Löcher Golf spielen kann, braucht es wohl noch keine Operation – oder die Chance ist gross, dass er zu den 10 Prozent Unzufriedenen gehört!

Ihre Praxis steht nicht zufällig im Bethesda Park. Was bringt die Nähe zum Bethesda Spital Ihren Patienten?

Dr. Holenstein: Dank der Nähe zum Bethesda Spital können wir eine enge interdis­ziplinäre Zusammenarbeit pflegen – zum Beispiel mit den Rheumatologen und Schmerzmedizinern, aber auch in der Bildgebung. Der Bethesda Park wird immer mehr zum Campus für den Bewegungs­apparat. 

Eine sehr gute Zusammenarbeit pflegen Sie auch mit der Merian Iselin Klinik.

Dr. Mendelin: Ja, für unsere Operationen profitieren wir – und natürlich unsere Patientinnen und Patienten – dort von einer ausgezeichneten Infrastruktur im Opera­tionssaal und einer tollen Zusammenar­beit mit der Pflege- und Physiotherapie­abteilung. Zudem können sich bei Notfällen unsere Patienten jederzeit in der Merian Iselin Klinik melden, die uns umgehend informiert. (rz)